Hamas sät mit falscher Mickymaus Hass gegen Israel

GAZA (inn) – Eine leicht verfremdete Mickymaus-Figur hetzt im palästinensischen Fernsehen gegen Israel. Die jungen Zuschauer werden aufgefordert, gegen die „gewaltsame angreifende zionistische Besatzung Widerstand zu leisten“.

Die Maus, die den Namen Farfur trägt, ist der Star in der wöchentlichen Kindersendung „Die Pioniere von morgen“. Das Programm läuft im offiziellen Sender der Hamas, „Al-Aksa-TV“. Farfur arbeitet mit einem Mädchen namens Saraa‘ zusammen. Die beiden erinnern die Kinder daran, dass sie die islamischen Gesetze halten sollten. Dabei lassen sie keine Gelegenheit zur Indoktrinierung aus, berichtet das israelische Medienbeobachtungszentrum „Palestinian Media Watch“.

Saraa‘ fordert die Kinder einmal auf, sich der Jerusalemer Al-Aksa-Moschee und der palästinensischen Häftlinge anzunehmen: „Ich erinnere euch daran, dass Al-Aksa und die Häftlinge eine Verantwortung auf euren Schultern sind. Allah wird uns am Tag der Auferstehung fragen, was wir um ihretwillen gegeben haben.“

Während der Sendungen rufen Kinder an und tragen Gedichte mit Bildern von Hass und Gewalt vor. „Wir werden den Stuhl der Gewaltherrscher zerstören, also werden sie die Flamme des Todes schmecken“, heißt es da beispielsweise. Oder: „Rafah singt: ‚Oh, oh.‘ Seine Antwort ist eine AK-47. Wir, die wir keine Furcht kennen, sind die Raubtiere des Waldes.“

Weltherrschaft angestrebt

In der Sendung vom 16. April sagte die Maus: „Ihr müsst sorgfältig sein, was euer Gebet angeht und für alle fünf (täglichen) Gebete in die Moschee gehen. Ich sage, in der Moschee und in den ersten Reihen, bis wir die Welt anführen können.“ Saraa‘ fügte hinzu: „Wir erinnern euch daran, dass wir, die Großartigen, dieses Programm gestartet haben, um diese Welt anzuführen. Der Kern, so Allah will, wird von hier ausgehen, von Palästina. Wir werden die Sorge dieser (islamischen) Nation tragen, die uns erwartet.“ Dabei machte sie deutlich, dass „Palästina“ ganz Israel einschließt.

„Ja, wir, die Pioniere von morgen, werden dieser Nation ihren Ruhm zurückgeben“, so Farfur weiter. „Wir werden Al-Aksa befreien, so Allah will, und wir werden den Irak befreien, so Allah will, und wir werden die islamischen Länder befreien, in die Mörder eingedrungen sind.“ Der Widerstand werde bis zum Sieg fortgesetzt.

Scharon für tot erklärt

Eine Woche später setzte die Maus Abu Dschamal, einen der bekanntesten Feinde des Islamgründers Mohammed in Mekka, mit Israels früherem Premier Ariel Scharon gleich. Dieser liegt seit Anfang 2006 nach einem Schlaganfall im Koma. „So Allah will, werden dieses Land, seine Kinder, seine Männer, seine Frauen und seine Alten siegen“, fuhr Farfur fort. „Wir werden siegen, Brüder. Wir werden siegen, Bush! Wir werden siegen, Scharon! Ah, Scharon ist tot. Wir werden siegen, Mofas. Mofas ist gegangen. Wir werden siegen, Olmert, wir werden siegen, Condoleezza… wir werden siegen.“

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