Hamas nimmt mutmaßliche Kollaborateure fest

GAZA (inn) - Das Innenministerium der Hamas im Gazastreifen hat das "gefährlichste Netzwerk von Kollaborateuren" festnehmen lassen. Der Gruppe wird vorgeworfen, im September den Hamas-Führer Muhawisch al-Kadi an Israel ausgeliefert zu haben.

Laut der Nachrichtenagentur „Ma´an“ war Al-Kadi an der Entführung des israelischen Soldaten Gilad Schalit im Juni 2006 beteiligt. Die vier Verdächtigen beoachteten schon seit einiger Zeit die Aktivitäten der Entführer von Schalit.

Einer der Verdächtigen sprach bei der Festnahme von seiner Zusammenarbeit mit Israel. Der israelische Inlandsgeheimdienst Schin Beit habe ihn gezwungen, sie bei der Suche nach Schalits Aufenthaltsort zu unterstützen. Nachdem dies aber misslungen sei, habe man ihn mit der Suche nach dem Aufenthaltsort Al-Kadis beauftragt. Die israelische Armee hingegen habe den Vorwurf im vergangenen Monat zurückgewiesen, berichtet die Tageszeitung „Jerusalem Post“.

Quellen des Innenministeriums im Gazastreifen ließen verlauten, die Kollaborateure seien im Westjordanland rekrutiert und nach Schalits Verschleppung in den Gazastreifen geschickt worden. Dort sollten sie Informationen über den Aufenthaltsort Schalits und dessen Entführer sammeln.

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