Hamas-Führer: “Jüdischer Holocaust ist eine Lüge”

GAZA (inn) - Der ranghohe Hamas-Führer Mahmud a-Sahar hat Israel "zahlreiche Holocausts" gegen die Palästinenser vorgeworfen. Gleichzeitig leugnete er die Vernichtung der europäischen Juden während der Schoah.

A-Sahar sprach am Donnerstag bei einer Gedenkfeier für 43 Palästinenser, die vor zwei Jahren bei einem israelischen Angriff während der Operation “Gegossenes Blei” im Gazastreifen getötet worden waren. Sie hatten sich in der Nähe der UN-Schule “Al-Fachura” im Flüchtlingslager Dschabalija aufgehalten. Laut einem Bericht der israelischen Zeitung “Jediot Aharonot” sagte der Hamas-Führer: “Die Lüge, laut der sie Opfer eines Holocaust geworden seien und das jüdische Volk ein Opfer sei – diese Lüge ist zerbröckelt mit dem Holocaust von Beit Hanun, dem Holocaust von Al-Fachura und den anderen zahllosen Holocausts (…), die der zionistische Feind begangen hat.”

Der ehemalige Außenminister der Hamas fügte an: “Das Blut, das in Al-Fachura und auf jedem Zentimeter von Palästina vergossen wurde, wird nicht vergeblich sein.”

UN revidierte “Falschmeldung über Angriff auf Schule”

Nach dem israelischen Angriff am 6. Januar 2009 hatten UN-Vertreter und Medien zunächst berichtet, die Luftwaffe habe die Schule des Hilfswerkes UNRWA beschossen. Zuvor habe Israel die Palästinenser in dem Viertel aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen und unter anderem in dem Schulgebäude Zuflucht zu suchen. Dies revidierte die UNO jedoch einen Monat später. Anfang Februar sagte der humanitäre Koordinator der UN, Maxwell Gaylord, die israelischen Granaten seien in einer Straße nahe des Schulgeländes eingeschlagen.

Die Vereinten Nationen “würden gerne klarstellen, dass das Bombardement und alle Todesfälle sich außerhalb und nicht innerhalb der Schule ereignet haben”, teilte Gaylord damals mit. Als Reaktion ließ die UNRWA verlauten, sie habe seit dem Tag des Angriffes behauptet, die Verwundeten hätten sich außerhalb des Geländes befunden. Die Quelle der Falschmeldung sei in einem anderen Zweig der UN zu suchen, hieß es laut der Zeitung “Ha´aretz”. Das israelische Militär hatte von Anfang an Zweifel daran geäußert, dass die Schule getroffen worden sei.

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