Hamas: Fortschritte im Fall Schalit durch deutsche Vermittler

JERUSALEM (inn) - Der Einsatz deutscher Vermittler hat offenbar Bewegung in die Verhandlungen um die Freilassung des vor mehr als drei Jahren von Palästinensern entführten israelischen Soldaten Gilad Schalit gebracht. Einen Durchbruch gebe es jedoch noch nicht, teilte ein hochrangiger Hamas-Vertreter am Dienstag mit.

„Die Dinge scheinen ernst zu sein, aber es ist zu früh, um eine Erklärung abzugeben“, sagte Aijman Taha laut der Tageszeitung „Jediot Aharonot“. Die Verhandlungen hätten eine Phase erreicht, in der jeder einzelne Name der inhaftierten Palästinenser diskutiert werde, deren Freilassung die Hamas von Israel fordert.

Laut Taha wurden die Verhandlungen durch die deutsche Vermittlung vorangetrieben und seien in den vergangenen Tagen intensiviert worden. „Es ist nicht so, dass die Ägypter nicht effektiv waren. Aber es scheint, dass die deutsche Erfahrung bei Gefangenenaustauschen einen Effekt hat und die Dinge vorangehen“, sagte der Hamas-Funktionär weiter.

Am heutigen Mittwoch tritt laut einem Bericht von „Jediot Aharonot“ Hadas Schalit, die Schwester des Entführten, der Armee bei. „Sie hätte den Armeedienst aufgeben sollen, aber sie hat sich dafür entschieden, dem Staat zu dienen. Sie glaubt, dass es wichtig für sie ist, wie alle anderen jungen Menschen zu sein, die sich um den Staat kümmern“, sagte eine Freundin von Hadas gegenüber der Zeitung.

Gilad Schalit war am 25. Juni 2006 bei einem palästinensischen Überfall auf einen Militärposten in den Gazastreifen verschleppt worden. Damals war der Soldat 19 Jahre alt. Am kommenden Freitag wird er 23 Jahre alt.

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