Hamas entwickelt neue Rakete

GAZA (inn) – Die radikal-islamische Hamas nutzt offenbar die einstweilige Feuerpause (“Hudna”), um neue Kassam-Raketen und Sprengsätze zu entwickeln. Israelische Sicherheitskräfte sehen dadurch ihre Befürchtung bestätigt, daß die Terrorgruppe nicht ernsthaft an einem Waffenstillstand interessiert sei.

Wie die Tageszeitung “Ma´ariv” unter Berufung auf einen hochrangigen Vertreter des israelischen Sicherheitsapparates berichtet, nehmen derzeit Dutzende Hamas-Aktivisten an einem “Kurs für Ingenieure” im Gazastreifen teil. Dort lernen sie, Sprengsätze herzustellen. Ermöglicht wurde die große Teilnahme durch die neue Bewegungsfreiheit der Palästinenser nach dem Rückzug der israelischen Armee aus dem Gazastreifen.

Angaben der Sicherheitskräfte zufolge bemüht sich die Hamas zudem, einen Sprengsatz zu entwickeln, der noch mörderischer sein soll als die bisher bei Anschlägen verwendeten Bomben. Er enthalte kleine Metallkugeln und könne am Straßenrand deponiert werden. Ein ähnliches Prinzip hatte die radikal-islamische Hisbollah bei ihren Attentaten auf israelische Patrouillen im Südlibanon angewandt.

Eine von der Hamas neu entwickelte Kassam-Rakete kann vom Gazastreifen aus die südlichen Viertel der israelischen Küstenstadt Ashkelon erreichen. Vor kurzem habe die Terrorgruppe eine Rakete in Richtung Meer abgefeuert, hieß es aus Sicherheitskreisen. Bei diesem Test legte das Geschoß eine Strecke von zehn Kilometern zurück.

Vertreter des israelischen Sicherheitsapparates sehen diese Aktivitäten als Bestätigung für ihre Annahme, daß die Hamas die “Hudna” nur als taktischen Prozeß betrachte. Anstatt an einem dauerhaften Waffenstillstand interessiert zu sein, bereite die Terror-Organisation eine neue Terrorwelle gegen Israel vor, die noch effektiver werden solle als die bisherigen Anschläge.

“Angesichts all dieser Informationen steht fest, daß Israel sich nicht damit abfinden kann, daß die Hamas stärker wird”, kommentierte ein hochrangiger Sprecher der Sicherheitskräfte die Beobachtungen. “Die Palästinensische Autonomiebehörde wird gegen sie agieren müssen, um den Fortschritt des politischen Prozesses zu ermöglichen.”

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