In den SMS hieß es: „Wir werden Dich umbringen“. Weitere Kurznachrichten beinhalteten Drohungen wie „Beim nächsten Krieg wird Palästina zurückgewonnen“ und „Du könntest der nächste Schalit werden“. Damit ist der israelische Soldat Gilad Schalit gemeint, der sich nach seiner Entführung fünf Jahre lang in Geiselhaft der Hamas befand.
Vereinigung der Auslandspresse verurteilt Drohungen
Diese und andere Botschaften in schlechtem Hebräisch mit vielen Fehlern wurden von israelischen Handynummern mit der Vorwahl 057 oder 059 abgeschickt. Wer die Nummer des Absenders anrief, erhielt nur einen Summton. Die Vereinigung der Auslandspresse in Israel (fpa) veröffentlichte eine scharfe Verurteilung dieser zahlreichen SMS-Drohungen und forderte die Hamas-Regierung in Gaza auf, zu „garantieren“, dass sich das „niemals“ mehr wiederholen möge. Die Auslandskorrespondenten seien nicht „Teil des Konflikts“, teilte die fpa mit.
Noch ist unklar, wie die Kassam-Brigaden, der militärische Flügel der Hamas, an die Telefonnummern gelangt sind. In den vergangenen Monaten wurde allerdings bekannt, dass nicht nur das komplette Telefonverzeichnis des israelischen Presseamtes, sondern auch anderer, teils geheimer Einrichtungen in Israel gehackt worden seien.