Hamas: Arabisches Land verhaftet Mossad-Mitglieder

KAIRO (inn) – In einem arabischen Land wurden jetzt offenbar mehrere Agenten des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad verhaftet, die die Liquidierung mehrerer hochrangiger Mitglieder der radikal-islamischen Hamas geplant hatten. Das teilte Mohammed Nazal, ein Führer der Terrorgruppe, dem Internetservice “IslamOnline” am Dienstag telefonisch mit.

Nazal zufolge hätten die festgenommenen Mossad-Mitglieder unter anderem die Ermordung des hochrangigen Hamas-Führers Khaled Meschal geplant. In welchem arabischen Land die Festnahmen stattgefunden haben sollen, verschwieg Nazal, der aus Angst vor einem Attentat ständig seinen Aufenthaltsort wechselt. Die Regierung des Staates habe Hamas-Mitglieder zudem gewarnt und zu äußerster Vorsicht aufgefordert.

Mossad-Agenten hatten bereits 1997 in der jordanischen Hauptstadt Amman versucht, Meschal durch ein Gift ums Leben zu bringen. Der Anschlag schlug jedoch fehl und zwei Agenten wurden von jordanischen Behörden verhaftet.

Später wurde ein Gefangenenaustausch ausgehandelt, bei dem Israel den geistlichen Führer und Mitbegründer der Hamas, Scheich Achmed Jassin, und andere Hamas-Terroristen aus der Haft entließ. Dafür kamen die Mossad-Agenten frei. Der querschnittsgelähmte Jassin war 1989 von Israel wegen der Anordnung zahlreicher Terroranschläge festgenommen und zu lebenslänglicher Haft verurteilt worden.

Der fehlgeschlagene Anschlag und die Entlassung Jassins wurden in der arabischen Welt als Triumph gefeiert.

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