Haftstrafe: Terrorist wollte Raketenproduktion ins Westjordanland bringen

BE´ER SCHEVA (inn) - Das Bezirksgericht Be´er Scheva hat einen Palästinenser zu lebenslanger Haft verurteilt, der ein Gerät für die Raketenproduktion ins Westjordanland schmuggeln wollte. Der ranghohe Führer der Terrorgruppe "Volkswiderstandskomitees" (PRC) war im Oktober 2005 an der Grenze gefasst worden, als er von Ägypten aus nach Israel gelangen wollte.

Bei dem Angeklagten handelt es sich um Scharif Siada aus dem Gazastreifen. Er gilt als der zweitwichtigste Führer der PRC und ist für die Raketenherstellung verantwortlich. Am Sonntag wurde er zu zweimal lebenslänglich und acht weiteren Jahren Gefängnis verurteilt. Dies berichtet die Tageszeitung „Jediot Aharonot“ in ihrer Online-Ausgabe.

PRC-Sprecher Abu Abir sagte als Reaktion auf den Gerichtsentscheid: „Die palästinensischen Organisationen sind bereit, die Häftlinge zu befreien und die Entführung von Soldaten ist der kürzeste Weg dorthin. Deshalb ist das Urteil aus unserer Sicht ein Stück Papier ohne große Bedeutung. Es wird unseren Kampf und unser Streben nach der Befreiung unserer heldenhaften Gefangenen nicht aufhalten.“

Vom Gazastreifen aus greifen Palästinenser seit über sieben Jahren mit Kassam-Raketen israelische Ziele an. Die Geschosse können mittlerweile die Küstenstadt Aschkelon erreichen, die etwa 20 Kilometer entfernt liegt. Im Westjordanland befindet sich die Produktion der Raketen hingegen nach israelischen Erkenntnissen noch in ihren Anfängen.

Bitte beachten Sie unsere Kommentar-Richtlinien

Schreiben Sie einen Kommentar

Israelnetz-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen