Hadassah-Krankenhaus in Netivot eröffnet

Ein neues medizinisches Zentrum im Süden Israels nimmt betrieb auf. Das „Hadassah-Helmsley Netivot“-Krankenhaus bietet 150.000 Bewohnern des westlichen Negev medizinische Versorgung auf hohem Niveau.
Von Israelnetz
Hadassah-Krankenhaus in Netivot

NETIVOT (inn) – Der Süden Israels hat ein neues Krankenhaus: Am Donnerstag wurde das „Medizinische Zentrum Hadassah-Helmsley Netivot“ mit einer Zeremonie eröffnet. Die neue Einrichtung soll Patienten lange Anfahrtswege ersparen und sie vor Ort mit „fortschrittlicher Diagnostik und Behandlung“ versorgen.

Bei der Eröffnung waren unter anderen Knesset-Sprecher Amir Ochana, Gesundheitsminister Chaim Katz und Umweltministerin Idit Silman (alle drei Likud) vor Ort. Netivot liegt etwa elf Kilometer von der Grenze zum Gazastreifen entfernt. Die Ortschaft zählt in Israel zu den Entwicklungsstädten, die meisten der rund 45.000 Einwohner haben ein niedriges bis mittleres Einkommen.

Medizinische Gleichberechtigung

Der Bürgermeister der Stadt, Jechiel Sohar (Likud), sieht in der Eröffnung des Krankenhauses „eine Botschaft der Gleichberechtigung“. Seit Jahren habe man über echte Veränderungen zugunsten der Bewohner im Süden Israels gesprochen. Diese seien mit der Klinikeröffnung nun umgesetzt worden.

Die zionistische Frauenorganisation Hadassah und die „Hadassah Medical Organization“ (HMO, Medizinische Organisation Hadassah) sind die Gründer des Krankenhauses. Dazu kooperierten sie mit der amerikanischen Helmsley-Wohlfahrtsorganisation. Diese unterstützt die Gründung mit umgerechnet rund 5,2 Millionen Euro.

Hadassah-Präsidentin Carol Ann Schwartz bezeichnete die Eröffnung als einen „klaren Ausdruck“ der „Vision, die uns geleitet hat – nämlich eine hochwertige, fortschrittliche und gerechte Gesundheitsversorgung für alle Bürger überall in Israel zu entwickeln und zugänglich zu machen“. HMO-Generaldirektor Joram Weiss sprach von einem „bedeutenden nationalen Meilenstein“ und betonte das „uneingeschränkte Recht“ aller Israelis auf fortschrittliche medizinische Versorgung.

Moderne Ausstattung und breites medizinisches Spektrum

Das neue Krankenhaus biete den mehr als 150.000 Einwohnern des westlichen Negev „Zugang zu erstklassigen Spezialisten und modernster medizinischer Ausrüstung“. Nach eigenen Angaben deckt es ein breites Spektrum an Fachgebieten ab, von Augenheilkunde bis hin zur Orthopädie. 

Gemäß einer Rahmenvereinbarung, die vor dem Ausbruch des Gazakriegs im Oktober 2023 unterzeichnet wurde, sollen künftig medizinische Expertenteams der HMO in das neue Zentrum im Süden reisen. Das Krankenhaus ist zudem mit modernen medizinischen Geräten ausgestattet und bietet neben der fachärztlichen Kompetenz auch bildgebende Verfahren wie beispielsweise Magnetresonanztomografie (MRT), Computertomografie (CT) oder Ultraschall an. 

Die zionistische Frauenorganisation Hadassah wurde 1912 von Henrietta Szold in den USA gegründet. Seitdem setzt sie sich für das Gesundheitswesen in Israel ein. Ihr gehört die „Hadassah Medical Organization“ in Israel.

Neben dem neuen Zentrum in Netivot unterhält die HMO auch zwei Universitäts-Krankenhäuser in Jerusalem. Eines befindet sich auf dem Skopusberg in Ostjerusalem, ein weiteres im Stadtteil Ein Kerem in Westjerusalem. Die Einrichtungen zählen zu den führenden Kliniken in Israel. (mw)

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2 Antworten

  1. Unseren Freunden in den Kibbuzim und Moshavim entlang der Grenze zum Gazastreifen gönne ich jedenfalls diese medizinische Versorgung in ihrer Nähe von ganzem Herzen. Aber auch unsere fleißigen Helfer, die regelmäßig in der Region dienen, brauchen ab und zu medizinische Hilfe. Da ist es für deren Angehörige zu Hause in Deutschland schon eine große Beruhigung, solche gebündelte medizinische Kompetenz in der Nähe zu wissen. Ein herzliches Dankeschön den Gründern der Klinik von ihren Freunden aus Sachsen!

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