Die nicht näher identifizierte Hackergruppe hatte sich in verschiedene israelische Computersysteme eingeloggt und so die Daten von bis zu 400.000 israelischen Bürgern gestohlen – darunter Bankdaten, Adressen und Telefonnummern. Die Daten wurden von der Gruppe für die ganze Welt sichtbar im Internet veröffentlicht. Viele der 400.000 Kreditkartennummern sind veraltet oder ungültig – etwa 14.000 sind jedoch gültig. Der Kartenanbieter Isracard, Teil von Israels größter Bank, Hapoalim, hat seine Karten sperren lassen. Zuvor waren mit einigen der gestohlenen Kartendaten Bestellungen in Internet-Versandhäusern eingegangen.
Wie die Zeitung "Yediot Aharonot" berichtet, bezeichnete die Hackergruppe ihren Datendiebstahl als "Neujahrsgeschenk für die Welt". Es werde lustig sein zu sehen, wie 400.000 Israelis an den Banken Schlange stünden, um ihre Kreditkarten auszutauschen.
Ein Experte für Informationssicherheit sagte gegenüber der Zeitung, obwohl die Hacker keine technologische Innovation gebraucht hätten, sei die Aktion beispiellos. "Das beweist einmal mehr, dass es immer schwieriger wird, entschlossene Hacker mit den heutigen technischen Möglichkeiten zu stoppen."