Gute Karrierechancen für Israelis bei der UNO

NEW YORK (inn) - Das Image der Vereinten Nationen ist in Israel traditionell eher schlecht. Trotzdem hat sich die UNO dazu entschieden, in Israel junge Menschen für humanitäre Projekte anzuwerben. Unter ausdrücklicher Betonung der "besonderen Fähigkeiten" der Israelis ist ein Vertreter des UNO-Generalsekretärs Ban Ki-Moon derzeit in Israel unterwegs, um junge Akademiker für eine Stelle bei der UNO zu begeistern.

Wie die Tageszeitung „Jerusalem Post“ berichtet, wird der UNO-Vertreter Stephane Dujarric am Donnerstag eine Informationsveranstaltung an der Universität von Tel Aviv abhalten. Dujarric begründete seine Werbetour durch Israel mit folgenden Worten: „Die Israelis kennen sich mit der landwirtschaftlichen Entwicklung eines Gebiets oder dem Anbau von Pflanzen in wasserarmen Regionen gut aus, und die UNO kann ihnen Jobs anbieten.“

Zusammen mit der medizinischen Fakultät der Universität von Tel Aviv, dem Israelischen Forum für internationale humanitäre Hilfe (IsraAID) sowie dem israelischen Außenministerium will Dujaaric junge Menschen als Helfer für humanitäre Projekte gewinnen. Vertreter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und von drei Nebenorganen der UNO, wie beispielsweise der Kommission für Flüchtlinge, werden ebenfalls vor Ort sein, um die jungen Israelis davon zu überzeugen, für die UNO zu arbeiten.

Der Vertreter des UNO-Generalsekretärs ist sich jedoch bewusst, dass viele Israelis eine ablehnende Haltung gegenüber seiner Organisation einnehmen. „Die UNO hat ein Imageproblem in Israel, das ist klar“, gibt er zu. Im Hinblick auf die Situation im Nahen Osten kann Dujarric die Einstellung der Israelis auch verstehen. Er ist jedoch der Meinung, dass die UNO jungen Menschen sehr viel zu bieten hat. Die UNO heiße Menschen unterschiedlichster Nationalitäten willkommen und „deswegen fühlen sich auch alle Mitglieder bei uns zu Hause“, so Dujarric.

Seine Aufgabe sei es, die Besten und Intelligentesten eines jeden Landes zu rekrutieren. „Wir müssen den jungen Menschen entgegenkommen, die auf internationaler oder globaler Ebene arbeiten möchten, egal ob in dem Bereich Gesundheit, Entwicklung oder Menschenrechte“, erklärte Dujarric.

Schreiben Sie einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Bitte beachten Sie unsere Kommentar-Richtlinien

Offline, Inhalt evtl. nicht aktuell

Israelnetz-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen