Grüne in Bayern lehnen Israel-Boykott ab

Die Grünen in Bayern haben die Israel-Boykott-Bewegung BDS als antisemitisch verurteilt. Sie fordern nun die Bundespartei auf, dieser Haltung zu folgen.
Sebastan Hansen aus Würzburg brachte den Anti-BDS-Antrag der Grünen Jugend Bayern ein

Foto: Grüne Jugend Bayern, Twitter

Sebastan Hansen aus Würzburg brachte den Anti-BDS-Antrag der Grünen Jugend Bayern ein

DEGGENDORF (inn) – Die Grünen in Bayern haben sich am Samstag gegen die Israel-Boykott-Bewegegung BDS (Boykott, Desinvestitionen, Sanktionen) ausgesprochen. Die Partei stimmte auf dem Landesparteitag in Deggendorf einem entsprechenden Antrag der Grünen Jugend Bayern zu.

In dem von Sebastian Hansen aus Würzburg eingebrachten Antrag heißt es, die Boykott-Bewegung dämonisiere Israel durch einseitige Schuldzuweisungen. Zugleich ignoriere sie Verbrechen der Hamas. Die Boykott-Bewegung reproduziere zudem die Parole der Nationalsozialisten „Kauft nicht bei Juden!“. Damit sei sie „in ihrer Gesamtheit als antisemitisch, israelfeindlich, reaktionär und antiaufklärerisch zu bewerten“. Die Grünen nehmen sich vor, durch Aufklärungs- und Bildungsarbeit zu verhindern, dass sich die Boykott-Bewegung mit ihren Zielen durchsetzt.

Desweiteren fordern die Grünen die Bundespartei auf, sich dieser Position anzuschließen. Auch die Grüne Jugend, Campusgrün und Stiftungen, die den Grünen nahestehen, sollten sich gegen BDS aussprechen. Namentlich genannt wurden die Heinrich-Böll-Stiftung und die Petra-Kelly Stiftung, die als „Bildungswerk für Demokratie und Ökologie in Bayern“ innerhalb der Heinrich-Böll-Stiftung angesiedelt ist.

Von: df

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