Wie "Ha´aretz" meldet, sollen dabei verschiedene Szenarien geprobt werden, unter anderem ein Anschlag auf ein Elektrizitätswerk, Raketenangriffe im ganzen Land und Attacken auf die wichtigsten israelischen Computersysteme. Behörden, Schulen und Kindergärten werden Evakuierungsübungen durchführen und Rettungskräfte die Bewohner einer Geriatrie-Klinik in der Nähe von Tel Aviv ausquartieren. Am Mittwoch sollen sowohl morgens als auch abends im ganzen Land Sirenen heulen. Dann sind alle 7,7 Millionen Einwohner Israels aufgefordert, möglichst rasch Schutzräume aufzusuchen.
In einer Kriegssituation seien Angriffe mit Hunderten von Raketen auf israelische Städte möglich, sagte Heimatschutzminister Matan Vilnai dpa zufolge dem israelischen Rundfunk am Sonntag. "Wir müssen auf jeden Fall vorbereitet sein."
Israel führt seit fünf Jahren solche Trainings durch. Damit reagieren Regierung und Heimatschutzkommando auf Vorwürfe, nach denen die Behörden nicht ausreichend auf den Zweiten Libanonkrieg im Jahr 2006 vorbereitet waren. Damals feuerte die radikal-schiitische Hisbollah-Bewegung während der 33 Tage andauernden schweren Kämpfen Tausende Raketen auf Nordisrael.