Einer von Salahs Anwälten teilte der Tageszeitung "Jediot Aharonot" mit, die Polizei habe seinen Mandanten zu dessen Wohnung in Großbritannien begleitet. "Er kann sich frei bewegen, aber er muss die Polizei über jede Änderung seines Wohnsitzes informieren." Der palästinensischen Nachrichtenagentur "Ma´an" zufolge muss der umstrittene Prediger eine elektronische Fußfessel tragen und eine nächtliche Ausgangssperre beachten.
Ein Gericht in London hatte eine Klage Salahs in der vergangenen Woche abgewiesen. Darin hatte er seine sofortige Freilassung und die Genehmigung zur Fortsetzung seines Besuches gefordert. Er wolle in den kommenden Tagen entscheiden, ob er die Gerichtsentscheidung anfechte.
Salah war trotz eines Einreiseverbotes der britischen Innenministerin Theresa May in das Land gelangt und hatte einen Vortrag vor rund 5.000 Muslimen gehalten. Er hatte außerdem eine Rede vor dem britischen Parlament geplant. Einer seiner Sprecher hatte mitgeteilt, die Einreise sei "problemlos" verlaufen. Die Grenzbeamten hätten lediglich ein paar Fragen zum Grund seines Aufenthaltes gestellt. Wie jetzt bekannt wurde, hatte Salah offenbar einen Buchstaben in seinem Namen geändert.