Graffiti an Eingang zu EU-Botschaft in Israel

In Ramat Gan beschmieren Unbekannte den Eingang zur diplomatischen EU-Mission mit hasserfüllten Graffiti. Der israelische Außenminister verurteilt die Tat. Zwei Aktivistinnen übernehmen die Verantwortung.
In blutroter Farbe: die Hass-Graffiti am Eingang der Botschaft

Foto: Emanuele Giaufret, Twitter

In blutroter Farbe: die Hass-Graffiti am Eingang der Botschaft

RAMAT GAN (inn) – Der Eingang zur diplomatischen Mission der Europäischen Union in Israel ist am Sonntag mit Hassgraffiti beschmiert worden. Auf Englisch war dort in roter Farbe zu lesen: „Deutsches Geld tötet Juden“ und „EU raus“. Auch der Fußboden war mit roten Flecken versehen. Zu dem Vandalismus bekannten sich zwei Aktivistinnen, die für ihre Ablehnung illegaler Einwanderung bekannt sind. Deutschland wurde offenbar herausgegriffen, weil es der EU-Mitgliedstaat mit der größten Bevölkerung ist.

Da die Mission sonntags geschlossen ist, befand sich niemand in den Büroräumen in Ramat Gan, als die Tür beschmiert wurde. Der EU-Gesandte in Israel, Emanuele Giaufret, schrieb auf Twitter: „Dieser Vorfall ist bedauerlich und muss verurteilt werden. Wir werden weiter unsere Arbeit tun.“

In einem Video meldeten sich zwei Frauen zu Wort: Scheffi Pas engagiert sich im Süden von Tel Aviv gegen illegale Einwanderung. Merav Hadschadsch ist Mutter einer Polizistin, die 2017 bei einem Anschlag mit einem Lastwagen in Jerusalem getötet wurde. Sie bekannten sich zu dem Vandalismus, schreibt die Onlinezeitung „Times of Israel“. Pas stand vor den Graffiti und sagte: „Beendet die finanzielle Unterstützung von Terroristen, beendet die illegale Einwanderung und verlasst Israel!“

Katz: Israel muss Sicherheit der ausländischen Missionen wahren

Die israelische Polizei hat nach eigenen Angaben die Ermittlungen aufgenommen. Außenminister Israel Katz verurteilte die Tat: „Ich bin entsetzt über den schändlichen Vandalismus der EU-Mission in Israel und verurteile ihn. Israel ist verpflichtet, die Sicherheit aller diplomatischen Missionen zu wahren.“ Er erwarte, dass die Schuldigen bald zur Rechenschaft gezogen würden. Worauf der Vandalismus sich genau bezieht, ist indes unklar.

Von: eh

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