„Gott liebt und verändert die arabische Welt“

BERLIN (inn) – Islamische Länder in Afrika nehmen Israel nicht mehr als Störfaktor wahr, sondern orientieren sich sogar am jüdischen Staat. Darauf hat ein Referent auf dem 2. Gemeinde-Israel-Kongress in Berlin hingewiesen.
Jürgen Bühler von der Internationalen Christlichen Botschaft auf dem Gemeinde-Israel-Kongress in Berlin

Foto: Christliches Forum für Israel

Jürgen Bühler von der Internationalen Christlichen Botschaft auf dem Gemeinde-Israel-Kongress in Berlin

Der geschäftsführende Direktor der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem (ICEJ), Jürgen Bühler, ging in seinem Vortrag zur Kongresseröffnung auf die durch den „arabischen Frühling“ veränderte Situation im Nahen Osten ein. „Bis vor einigen Jahren wurde Israel auf der politischen Weltbühne als Störfaktor im Nahen Osten wahrgenommen. Das hat sich gewandelt.“ Die großen Problemherde seien heute in Syrien und Ägypten, auch in Jordanien und dem Libanon brodele es. „Israel ist eine Oase des Friedens und der Harmonie in einem kochenden Nahen Osten“, sagte Bühler. In Ägypten hätten nach dem Sturz Hosni Mubaraks vorübergehend Islamisten an Einfluss gewonnen, in Syrien bezeichne sich die größte Rebellengruppe als „Al-Qaida von Syrien“.
Gleichzeitig gebe es auch ermutigende Zeichen in der muslimischen Welt. Die Internationale Christliche Botschaft habe mittlerweile sogar eine Vertretung im islamischen Niger in Westafrika eröffnen können. Der oberste Imam des Landes habe dort darüber geklagt, dass radikale Islamisten den Dschihad in sein Land brächten. In Niger sehe man deswegen die Zukunft eher im Westen und in Israel, als in der arabischen Welt.
„Trotz vieler schlechter Nachrichten wirkt Gott in der arabischen Welt“, erklärte Bühler. So gebe es beispielsweise in Algerien über 200.000 Christen, die auch für Israel im Gebet einstünden. In der iranischen Hauptstadt Teheran, so habe Bühler erfahren, würden Monat für Monat 5.000 Menschen getauft. In Libyen kämen so viele Menschen zum Glauben, dass mehr Bibeln benötigt würden. Gerade in Ländern, in denen Christen verfolgt werden, wachse die Untergrundkirche. „Gott liebt das jüdische Volk“, rief Bühler den versammelten Israel-Interessierten zu. „Aber er liebt auch die arabischen Nationen und hat einen Plan mit ihnen.“
Am Freitagmorgen referierte der messianische Jude Benjamin Berger über den Auftrag Gottes für die Christen während der Gnadenzeit, in der sich die Gemeinde derzeit noch befinde. „Gott wartet, dass es viele Christen in Deutschland gibt, die sich für eine ‚geistliche Geburt in Israel‘ einsetzen. Es ist ein nationaler Ruf an euch, diese Last von Gott zu tragen und aus unterschiedlichen Richtungen zusammenzufinden“, sagte er. In Israel sei die Zahl der messianischen Gemeinden, also Gemeinden von Juden, die an Jesus als Messias glauben, in den letzten Jahrzehnten deutlich gewachsen. Dies sei jedoch erst der Anfang: „Wir als an Jesus Gläubige haben den Auftrag, die Steine für sein zweites Kommen aus dem Weg zu räumen“, erklärte Berger. Gott habe trotz der schrecklichen Vergangenheit einen speziellen Plan für die Beziehungen zwischen Deutschland und Israel.
Zu dem Kongress sind 1.250 angemeldete Besucher in Berlin. „Damit wurden unsere Erwartungen an die Teilnehmerzahl übertroffen“, sagte Wilfried Gotter, der Geschäftsführer der „Sächsischen Israelfreunde“. Außerdem sind zahlreiche Aussteller angereist, die an 44 Messeständen die Arbeit unterschiedlicher Israelwerke vorstellen.
Das „Christliche Forum für Israel“ (CFFI) organisiert den Kongress. Zum CFFI gehören deutschlandweit etwa 40 Organisationen, Werke und Vereine. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, Israel zu stärken, das biblische Israel-Verständnis in Kirchen und Gemeinden zu fördern sowie die deutsch-israelischen Beziehungen zu festigen und zu vertiefen. Die Veranstaltung vom 7. bis 9. November versteht sich als Fortsetzung des ersten Kongresses dieser Art im November 2006.

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