„Globale Denker“: Nahost-Politik spiegelt sich in Ranking wider

CONGERS (inn) – Das amerikanische Magazin „Foreign Policy“ hat seine Auswahl der 100 wichtigsten globalen Denker und Persönlichkeiten 2013 veröffentlicht. Drei Männer auf der Liste entscheiden mit über die Zukunft Israels.
Drei Schlüsselfiguren des Nahost-Konflikts gehören zu den 100 wichtigsten Denkern der internationalen Politik.

Foto: http://www.foreignpolicy.com

Drei Schlüsselfiguren des Nahost-Konflikts gehören zu den 100 wichtigsten Denkern der internationalen Politik.

Mit Jair Lapid, John Kerry und Hassan Rohani erscheinen drei Schlüsselfiguren für die Zukunft Israels auf der Liste. Das Magazin begründet seine Entscheidung so:

Jair Lapid, israelischer Finanzminister

„Seine Partei Jesch Atid hat nicht nur Fragen zu Frieden und Sicherheit, sondern auch sozioökonomische Faktoren in den Wahlkampf eingebracht. (…) Lapid hat außerdem einen moderaten Ansatz im Friedensprozess angemahnt und für eine Zwei-Staaten-Lösung plädiert. (…) Seine Kampagne hat Akzente gesetzt, gerade auch bei jungen Leuten.“

John Kerry, amerikanischer Außenminister

„Er wettet auf den Nahen Osten, auch wenn es kein anderer tut (…) Manchmal ist es schwer einzuschätzen, ob Kerry die Vorhut zu Präsident Obamas Außenpolitik bildet, oder dieser sogar weit voraus ist. (…) Er hat Israelis und Palästinenser gedrängt, nicht nur Friedensgespräche aufzunehmen, sondern auch zu einer Lösung zu kommen.“

Hassan Rohani, Präsident der Islamischen Republik Iran

„Rohani hat eine Tür geöffnet (…) Er versucht, sich als pragmatisch zu verkaufen, diesmal an US-Präsident Barack Obama. Sie haben sich Briefe geschrieben und miteinander telefoniert, das sind die ersten Gespräche zwischen amerikanischen und iranischen Führern in mehr als drei Jahrzehnten. (…) Viele zweifeln seine Intentionen aber an, zum Beispiel die israelische Regierung.“
Die politikwissenschaftliche Zeitschrift „Foreign Policy“ mit Sitz in Congers nahe New York City veröffentlicht seit 2005 jährlich eine Aufstellung mit den wichtigsten politischen Denkern der vergangenen 12 Monate. Kritisiert wird an der Liste, dass die offene Abstimmung darüber im Internet manipuliert werden könnte.

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