„Gilo ist keine Siedlung“

JERUSALEM (inn) - Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hat die internationale Kritik am Ausbau des Jerusalemer Stadtviertels Gilo zurückgewiesen. Sein Sprecher, Mark Regev, betonte: "Gilo ist weder eine Siedlung noch ein Außenposten."

"Es ist ein Stadtviertel im Herzen von Jerusalem, fünf Minuten vom Zentrum entfernt", sagte Regev laut der Tageszeitung "Jerusalem Post". Gilo sei in allen Friedensplänen der vergangenen 18 Jahre als Teil Jerusalems angesehen worden. Die Genehmigung zum Ausbau des Viertels widerspreche daher in keiner Weise dem Wunsch der Regierung nach Frieden, basierend auf einer Zwei-Staaten-Lösung.

Der Jerusalemer Bau- und Planungsausschuss hatte am Dienstag den Bau von 1.100 Wohneinheiten im Stadtteil Gilo genehmigt. Die Entscheidung rief weltweit Kritik hervor.

Derzeit leben in Gilo im südwestlichen Teil Jerusalems 40.000 Israelis. Weil das Stadtviertel erst nach dem Sechs-Tage-Krieg von 1967 gegründet wurde, wird es von arabischer Seite als Siedlung angesehen.

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