Gesundheitsministerium beklagt Ärztemangel

JERUSALEM (inn) - Israels Gesundheitsministerium hat einen Rückgang an Medizinern im Land beklagt. Ende des Jahres 2008 kamen demnach rund 3,5 Ärzte unter 65 Jahren auf 1.000 Menschen. Ende 2000 waren es noch 3,7 Ärzte pro 1.000 Israelis.

Laut dem Bericht des Ministeriums wurden im vergangenen Jahr 606 Lizenzen zum Praktizieren an Mediziner vergeben. Im Jahr 2000 lag diese Zahl noch bei 898.

In den vergangenen fünf Jahren waren zudem 50 Prozent der neuen Ärzte Absolventen medizinischer Hochschulen in Israel, verglichen mit einem Drittel im Jahr 2000. Dies zeige einen deutlichen Rückgang der aus dem Ausland kommenden Ärzte, heißt es laut der Tageszeitung “Ha´aretz”.

Im europäischen Durchschnitt liegt Israel mit seiner Anzahl an Ärzten im Mittelfeld. Von 27 EU-Staaten rangiert der jüdische Staat auf Platz 15 mit 347 Ärzten pro 100.000 Menschen. Dem Bericht zufolge führt Griechenland diese Liste an, dort kommen 535 Ärzte auf 100.000 Menschen. Den letzten Platz nahm Polen mit 203 Ärzten pro 100.000 Einwohnern ein.

Die “Jewish Agency” bemüht sich derzeit darum, vor allem für Mediziner die Einwanderung nach Israel attraktiv zu machen.

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