“Geste des guten Willens” – Armee zieht sich aus Bethlehem, Gazastreifen zurück

GAZA (inn) – Nach den Sicherheitsgesprächen zwischen Israel und palästinensischen Vertretern am Montag hat sich die israelische Armee am Dienstagmorgen vollständig aus der Autonomiestadt Bethlehem und dem Gazastreifen zurückgezogen.

Angaben eines Armeesprechers zufolge, zeige der Rückzug den “guten Willen Israels”, zu einem Waffenstillstand bereit zu sein. Palästinensische Vertreter kündigten unterdessen an, nach dem Abzug israelischer Truppen aus den Gebieten gezielt gegen Terroristen vorzugehen.

Der Rückzug der israelischen Armee war am Montag in Verhandlungen zwischen dem US-amerikanischen Nahost-Vermittler Anthony Zinni und israelischen sowie palästinensischen Vertretern vereinbart worden.

US-Präsident George W. Bush äußerte sich unterdessen zuversichtlich über den bisherigen Verlauf der Mission Zinnis. Bush sagte vor Journalisten in Washington, der Rückzug der israelischen Armee nach den Verhandlungen Zinnis sei “ein Fortschritt” auf dem Weg zu einem Waffenstillstand.

Während dem Rückzug der Armee kam es im Gazastreifen zu heftigen Schußwechseln zwischen Soldaten und bewaffneten Palästinensern. An der Kissufim-Kreuzung wurde ein mit einem Maschinengewehr und Handgranaten bewaffneter Palästinenser erschossen. Israelischen Angaben zufolge wollte der Palästinenser in eine jüdische Ortschaft nahe der Kreuzung vordringen.

Nahe Gush Kativ im Gazastreifen kamen zwei weitere Palästinenser in einem Schußwechsel mit Soldaten ums Leben. Die Armee hatte insgesamt fünf bewaffnete Palästinenser gestellt, die ebenfalls mit Handgranaten und Maschinengewehren bewaffnet waren und offenbar ein Attentat im Gazastreifen geplant hatten.

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