Geformt ist die Lampe wie ein Gesicht. Dabei ist sie kaum größer als eine Handfläche.

Geformt ist die Lampe wie ein Gesicht. Dabei ist sie kaum größer als eine Handfläche.

Öllampe in Gesichtsform entdeckt

Bei Ausgrabungen in Jerusalem finden Archäologen eine 2.000 Jahre alte Öllampe. Das Besondere: Die Lampe ist wie ein Gesicht geformt.

JERUSALEM (inn) – Archäologen haben bei Ausgrabungen in der alten Davidstadt in Jerusalem eine seltene Bronze-Öllampe gefunden. Geformt ist sie wie ein Gesicht, das der Länge nach halbiert ist. Die Israelische Altertumsbehörde bezeichnete die Entdeckung als „einzigartigen Fund“. Es sei die erste Lampe ihrer Art, die in Israel gefunden wurde.

Laut dem Archäologen Juval Baruch wurden verzierte bronzene Öllampen bereits im gesamten Römischen Reich ausgegraben. Die Entdeckung in Jerusalem sei jedoch ein „sehr seltenes Objekt“, von denen es nur wenige auf der ganzen Welt gibt. Besonders sei, dass das Gesicht halbiert ist.

Empfohlene redaktionelle Inhalte

An dieser Stelle finden Sie externe Inhalte, die unser redaktionelles Angebot ergänzen. Mit dem Klick auf "Externe Inhalte anzeigen" stimmen Sie zu, dass wir diese und zukünftige externe Inhalte anzeigen dürfen. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden.

Weitere Hinweise finden Sie in unseren Cookie-Richtlinie.

Unklar ist allerdings, warum das Gesicht in dieser Weise geteilt ist. Eine Erklärung könnte sein, dass die Lampe ursprünglich an einem flachen Objekt oder an einer Wand befestigt war und beispielsweise als Wandlampe diente, vermuten die Archäologen.

Docht birgt Geheimnisse

Ebenfalls bemerkenswert ist, dass der Docht der Lampe außergewöhnlich gut erhalten ist. Mikroskopische Untersuchungen zeigten, dass der Docht aus Flachs besteht und Ölreste enthält. Weitere Untersuchungen sollen zeigen, ob die Lampe in Gebrauch war und welches Öl verwendet wurde, berichtet die Onlinezeitung „Times of Israel“.

Ausgegraben wurde die Lampe in den Fundamenten eines Gebäudes aus römischer Zeit. Die Archäologen vermuten, dass das Gebäude nach der Tempelzerstörung im Jahr 70 nach Christus errichtet wurde. Die Besitzer haben die Öllampe, unabhängig von der vorherigen Verwendung, bewusst ins Fundament eingebaut, erklärt die Altertumsbehörde. Dieser Brauch sei in der Antike weit verbreitet gewesen und sollte den Bewohnern Glück bringen. Die Ausgrabung zeige zudem, dass auch nach der Tempelzerstörung massive Bauwerke in Jerusalem errichtet wurden. Das sei ein klarer Beweis für die weiterhin wichtige Bedeutung der Stadt.

Von: mas