Es geht abwärts: Ausgrabungsleiter Monnickendam-Givon präsentiert den archäologischen Fund

Es geht abwärts: Ausgrabungsleiter Monnickendam-Givon präsentiert den archäologischen Fund

Unterirdische Räume nahe der Klagemauer entdeckt

Wofür alte Räumlichkeiten gedient haben, erschließt sich für Archäologen anhand von Funden und Erfahrungen recht schnell. Im Falle dreier Kellerräume stehen sie jedoch vor einem Rätsel.

JERUSALEM (inn) – Archäologen haben einen Komplex von drei unterirdischen Räumen nahe der Klagemauer freigelegt. Für die Wissenschaftler ist dies der erste Fund dieser Art. Die Räume sind unter dem „Strauss-Gebäude“ an der Nordseite des Klagemauer-Platzes gelegen. In dem Strauss-Gebäude befinden sich öffentliche Toiletten und der Eingang zu den Klagemauer-Tunneln.

Die unterirdische Anlage wurde vor der Zerstörung Jerusalems im Jahr 70 nach Christus gegraben. Ihr Zweck bleibt allerdings ein Rätsel. Den Wissenschaftlern stellt sich die Frage, warum derart viel Mühe investiert wurde, um durch das dortige Felsgestein zu graben. Ausgrabungsleiter Barak Monnickendam-Givon nennt laut der Nachrichtenseite „Times of Israel“ drei Möglichkeiten: Die Räume dienten als Vorratskeller, als Wohnraum oder als Fluchtraum bei Belagerungen.

Lagernischen und Kochgeschirr

Bemerkenswert an dem Fund ist, dass zwar unterirdische Räume aus dieser Zeit bekannt sind. Doch meist handelt es sich um Ritualbäder oder Gräber. In diesem Fall finden sich jedoch Nischen für die Lagerung oder für Laternen. In den Räumen stießen die Archäologen auf Kochgeschirr, Öllampen und ein Becher aus Stein. Da der Ort bereits damals zum Stadtgebiet zählte, ist eine Nutzung als Grab ausgeschlossen.

Die Räume befinden sich auf unterschiedlichen Ebenen und sind durch Treppen verbunden. Zwei der Räume messen einen Fläche von 2,5 Mal 2,5 Metern, ein weiterer Raum 2,5 Mal 4 Meter. Die Ausgrabungen gehen an diesem Bereich weiter. „Es ist sehr viel Arbeit im Gange“, meint Monnickendam-Givon.

Von: df

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