Drei Forscher, drei Preise: Rothblum, Ulitsky und Levy (v. l.)

Drei Forscher, drei Preise: Rothblum, Ulitsky und Levy (v. l.)

Drei Nachwuchs-Wissenschaftler des Weizmann-Instituts ausgezeichnet

Welcher Zusammenhang besteht zwischen Erbgut und Krankheit, wie laufen die Vorgänge in lebenden Zellen ab – und wie lassen sich Datenlecks vermeiden? Drei junge Wissenschaftler aus Israel erhalten für ihre Forschungen zu diesen Themen den Blavatnik-Preis.

JERUSALEM (inn) – Die diesjährigen Preise der Blavatnik-Stiftung für Nachwuchswissenschaftler in Israel gehen komplett an Forscher des Weizmann-Instituts. Das teilte die Stiftung am Montag mit. Das Preisgeld beläuft sich auf 100.000 US-Dollar. Am 29. März findet die Preisverleihung im Israel-Museum statt.

Die Preisträger sind der Datenwissenschaftler Guy Rothblum, der Genforscher Igor Ulitsky und der Biochemiker Emmanuel Levy. Rothblum hat nach Angaben der Stiftung das Verständnis von Cloud-Computing-Systemen und ihrer Begrenzungen gefördert. Zugleich habe er Protokolle zur Berechnung von Cloud-Daten entwickelt, ebenso wie Algorithmen zur Vermeidung von Datenlecks.

Forschungen zu kleinsten Lebensvorgängen

Ulitsky befasst sich in seinen Forschungen mit dem Zusammenhang zwischen Erbgut und Krankheiten. Dabei habe er neuartige Experimente und Berechnungsmethoden kombiniert. Mit seinem kreativen Ansatz habe er die Möglichkeiten für die Behandlung von Krebs oder Epilepsie gefördert.

Als dritter im Bunde erhält Levy den Blavatnik-Preis für seine Erkenntnisse zu den Vorgängen in lebenden Zellen. Er untersucht das Zusammenspiel von Proteinen. Dabei habe er Schlüsselideen und Werkzeuge entwickelt, um den molekularen Aufbau von Zellen zu verstehen.

Förderung junger Forscher

Der Blavatnik-Preis wird in Israel nun zum dritten Mal vergeben. Damit sollen israelische Forscher in den frühen Stadien ihrer Karriere gefördert werden. Die Altersgrenze liegt bei 42 Jahren.

Die Blavatnik-Stiftung ist seit 2007 in den USA, seit 2017 auch in Großbritannien und Israel aktiv. Sie nimmt vor allem die Lebenswissenschaften sowie Physik und Technik in den Blick. Ihr Namensgeber ist der amerikanische Geschäftsmann und Philanthrop Leonard Blavatnik. Er ist Gründer und Chef der 1986 gegründeten Beteiligungsgesellschaft „Access Industries“.

Von: df

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