Watergen-Chef Mirilaschwili und Prinz Albert von Monaco genehmigen sich einen Schluck frisch erzeugten Wassers (Archivbild)

Watergen-Chef Mirilaschwili und Prinz Albert von Monaco genehmigen sich einen Schluck frisch erzeugten Wassers (Archivbild)

Israelische Erfindung gewinnt Preis in Las Vegas

Es klingt unglaublich und doch ist die Technologie bereits weltweit im Einsatz: Die israelische Firma Watergen baut Geräte, die Trinkwasser aus der Umgebungsluft erzeugen. Dafür ist sie nun auf der Consumers Electronics Show ausgezeichnet worden.

LAS VEGAS (inn) – Die israelische Technikfirma Watergen hat auf der weltweit größten Elektronikmesse, der Consumer Electronics Show, eine Auszeichnung erhalten. Am Mittwoch bekam Watergen den Smart-Home-Exzellenz-Preis 2020 im Bereich Energieeffizienz für seinen Wassergenerator „Genny“. Dieser erzeugt mittels Wärmeaustausch-Technologie Trinkwasser aus Umgebungsluft: Bis zu 30 Liter pro Tag, etwa für eine Familie oder ein Büro.

Genny ist das kleinste Gerät aus dem Hause Watergen, das diese Technologie nutzt. Das Unternehmen stellt auch größere Versionen, wie den Gen-L, her, der 5.000 Liter Trinkwasser pro Tag, etwa für stadtferne Ortschaften oder Fabriken erzeugen kann.

Die Vorrichtungen filtern die Luft zunächst, um sie von Staub und Dreck zu reinigen. Dann setzt der patentierte Wärmeaustauschprozess ein. Das durch die Kondensation gewonnene Wasser wird danach gefiltert und mineralisiert. Das Ergebnis ist klares Trinkwasser. In dem eingebauten Speicher zirkuliert es stetig und bleibt so frisch. Für einen Liter benötigt Genny 250 Wattstunden Energie – fünfmal weniger als andere Wassergeneratoren. Bei deutschen Strompreisen entspricht das etwa sieben Cent. Genny kann gleichzeitig als Luftreiniger und -entfeuchter dienen.

Technologie mit höherem Ziel

Der Präsident von Watergen Nordamerika, Dan Clifford, freute sich über die Auszeichnung in Las Vegas: „Wir fühlen uns besonders geehrt, zum Energieeffizienzprodukt des Jahres der diesjährigen CES ernannt zu werden, denn dieser Preis unterstützt direkt einen der höchsten Werte, für die Watergen steht.“ Die Mission seines Unternehmens sei es, „unabhängig von äußeren Quellen“ zu machen und den Menschen „zu helfen, umweltfreundlicher zu werden“.

Der georgisch-israelische Vorsitzende des Unternehmens, Michael Mirilaschwili, sieht noch ein weiteres Ziel für seine Firma. Er sagte gegenüber der Zeitung „Jerusalem Post“: „Meine erste Priorität ist es nicht, Geld zu verdienen, sondern Menschen und dem Planeten zu helfen und Kiddusch HaSchem (Heiligung des Namens Gottes) zu machen.“

Im vergangenen Jahr spendete Watergen Gen-L-Systeme an Brasilien, Vietnam und Indien. Zudem versorgte es Bewohner in Texas und Florida nach den Wirbelstürmen Harvey und Irma 2017 mit Trinkwasser.

Von: tk