Das Scheba-Krankenhaus feiert die Gründung des neuen Zentrums

Das Scheba-Krankenhaus feiert die Gründung des neuen Zentrums

Scheba-Krankenhaus startet digitales Zentrum

Um den Einzug virtueller Realitäten in das globale Gesundheitssystem zu beschleunigen, gründet ein israelisches Krankenhaus ein Innovationszentrum. Der Fokus liegt auf internationaler Kooperation und digitalen Gesundheitstechnologien.

TEL HASCHOMER (inn) - Das Scheba-Krankenhaus aus Tel HaSchomer hat vor kurzem sein ambitioniertes Netzwerk-Innovationsprojekt „Accelerate Redesign Collaborate“ (Beschleunigung Neugestaltung Kooperation, ARC) gestartet. Das Innovationszentrum zielt darauf ab, neue Technologien schneller in das globale Gesundheitssystem einzuführen. Außerdem will es ein Ökosystem aufbauen, das die Versorgung der Patienten verbessert.

Dies soll eine nahtlose Kooperation zwischen Innovatoren, Wissenschaftlern, Start-ups, Entwicklern und Konzernen unter einem Dach ermöglichen. Der Fokus des Innovationszentrums liegt auf digitalen Gesundheitstechnologien, wie Präzisionsmedizin, Big Data, prognostischer Analyse, Telemedizin und mobiler Gesundheit.

Nahtlose Integration

„Jeder kümmert sich nicht nur um seine eigenen Interessen. Wir geben Start-ups das, was sie brauchen, und sie kommen meinen Bedürfnissen und denen des Krankenhauses nach“, erklärte Ejal Zimlichman, der Leiter der Innovationsabteilung, in einem Interview des israelischen Wirtschaftsmagazins „Globes“. Innovation solle nicht von einem internen Entwicklungsteam kommen. Es gebe viel passendere Akteure, mit denen eine Partnerschaft möglich sei. Im Optimalfall arbeiteten sie auf dem gleichen Campus, sodass sie einen maximalen Zugang zu den Ressourcen erhielten. Das Schlüsselwort sei Partnerschaft, ergänzte Zimlichman.

Ausgewählte Firmen oder vom Scheba-Krankenhaus selbst gegründete Betriebe können sich auf dem Campus des digitalen Innovationszentrums ansiedeln. Dieser umfasst 35.000 Quadratmeter in fünf Gebäuden. Bereits 20 Start-ups sind in dem Innovationsprogramm aktiv, die meisten davon auf dem Campus. Sie kooperieren mit den Innovationsprojekten von Krankenhäusern oder internationalen Firmen. Sogar ein deutsches Start-up, das auf den US-Markt abzielt, hat seine Forschungs- und Entwicklungsabteilung auf dem Campus und beschäftigt mehrere israelische Angestellte.

Zimlichmans Aussagen zufolge gibt es bereits Start-ups, deren Innovationsprozess sich signifikant beschleunigt hat, seit sie auf das Gelände gezogen sind. Was früher viele Monate gedauert habe, benötige jetzt nur noch zwei Monate. Eine andere Form der Kooperation mit internationalen Krankenhäusern ist die Installation von Produkten, welche durch Start-ups aus dem ARC-Projekt produziert und bereits im Scheba-Krankenhaus getestet wurden. Somit profitiere das Krankenhaus von den Erfahrungen der Mitarbeiter mit dem Produkt.

Die Zukunft startet jetzt

Zimlichman betonte in dem Interview, dass das Scheba-Krankenhaus Teil des Trends zur Einführung virtueller Realität und erweiterter Realität sei. Im Jahr 2020 solle es in ein auf virtueller Realität basierendes Krankenhaus gewandelt werden. Dabei sollten Produkte aus dem virtuellen Bereich genutzt werden, um die Mitarbeiter zu trainieren, aber auch den Operationssaal zu bereichern.

Von: stm