Erfreut zeigten sich Universitätspräsident Cohen (3.v.l.) und der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft Neugebauer (3.v.r.) mit ihren Mitarbeitern angesichts der neuen Zusammenarbeit. Auch die deutsche Botschafterin Wasum-Rainer (2.v.r.) war bei der Eröffnung anwesend.

Erfreut zeigten sich Universitätspräsident Cohen (3.v.l.) und der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft Neugebauer (3.v.r.) mit ihren Mitarbeitern angesichts der neuen Zusammenarbeit. Auch die deutsche Botschafterin Wasum-Rainer (2.v.r.) war bei der Eröffnung anwesend.

Fraunhofer eröffnet zwei Forschungszentren

Dass die Investition in Forschung zu Cybersicherheit und Gesundheit für die Zukunft unerlässlich ist, darüber sind sich deutsche und israelische Forscher einig. Zwei neue Forschungszentren an der Hebräischen Universität in Jerusalem sollen die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Israel in diesen Bereichen stärken.

JERUSALEM (inn) – Die Fraunhofer-Gesellschaft hat am Dienstag zwei neue Forschungszentren für Cybersicherheit und Gesundheit an der Hebräischen Universität in Jerusalem (HUJ) eröffnet: Das „Fraunhofer Project Center for Cybersecurity at The Hebrew University of Jerusalem“ sowie das „Fraunhofer Project Center for Drug Discovery and Delivery at The Hebrew University of Jerusalem“. Der Präsident der Universität, Ascher Cohen, und der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft Reimund Neugebauer sehen darin neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit: „Die neuen Forschungszentren sollen die Expertise der israelischen Forscher von der Hebräischen Universität in Jerusalem mit den Kompetenzen des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie sowie des Fraunhofer-Instituts für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik bündeln“, sagte Cohen.

„Wissenschaft kennt keine Grenzen und internationale Kooperationen sind längst ein Eckpfeiler heutiger Spitzenforschung. Durch die Zusammenarbeit mit exzellenten Partnern aus aller Welt stärken wir den Wissenstransfer und setzen neue Impulse für Deutschland und unsere internationalen Partner“, erklärte Neugebauer. „Wir freuen uns auf die weitere enge Zusammenarbeit mit unseren israelischen Partnern in gleich zwei strategisch wichtigen Forschungsbereichen, der Cybersicherheit und Gesundheitsforschung.“ Schon bald würde diese Zusammenarbeit „positive Effekte für alle Beteiligten hervorbringen“.

Frühere Kooperationen als Vorbild

Der Leiter des Fraunhofer Instituts für Sichere Informationstechnik und Ko-Direktor des Forschungszentrums, Michael Waidner, sagte: „Ich bin optimistisch, dass das Forschungszentrum in kürzester Zeit zur ersten Adresse für anwendungsorientierte, industrienahe Cybersicherheitsforschung in Israel werden wird.“ Die deutschen und israelischen Forscher würden einander gut ergänzen. Vergangene Projekte zwischen Jerusalem und Darmstadt seien erfolgreich gewesen, sind sich die Forscher einig.

Auch Barak Medina, Rektor der HUJ, betonte die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit für innovative Forschung. „Dabei ist die Verbindung zu Deutschland für uns besonders wichtig.“ Er wies darauf hin, dass es Zeiten gab, als die HUJ im Volksmund auch als die „deutsche Universität“ bezeichnet wurde. „Viele Forscher sind in den 30er Jahren aus Deutschland hier hergekommen. Dass wir heute so eng zusammenarbeiten, ist für uns eine Auszeichnung. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit im Rahmen der neuen Zentren.“ Die Schnittstelle von Lehre und Forschung sei dabei zentral.

Deutsche Botschafterin begrüßt Zusammenarbeit

An der Eröffnung der Forschungszentren nahm auch die deutsche Botschafterin Susanne Wasum-Rainer teil. Sie zeigte sich erfreut über die Zusammenarbeit: „Neue Technologien und die Digitalisierung aller Lebensbereiche bieten uns gleichermaßen Chancen und Herausforderungen. Es ist wichtig, dass wir verantwortungsvoll mit ihnen umgehen – ich bin überzeugt, dass diese Verantwortung bei der Hebräischen Universität und der Fraunhofer-Gesellschaft in guten Händen liegt.“

Die promovierte Juristin betonte, dass ihre häufigen Besuche an der Universität auf eine fruchtbare Zusammenarbeit hindeuten. Sie ließ persönliche Eindrücke einfließen: „Lange vor den Schrecken der Scho'ah war die Zusammenarbeit zwischen unseren Ländern erfolgreich. Und so oft ich hierher komme, berührt es mich, wenn ich die Flaggen unserer Länder nebeneinander sehe. Die Arbeit der Forscher wird einen weitreichenden Einfluss auf das Leben und Zusammenleben vieler Menschen haben. Daher gratuliere ich zu diesen Projekten.“

Mit mehr als 26.000 Mitarbeitern und 72 Instituten in Deutschland ist die Fraunhofer-Gesellschaft die größte Organisation für angewandte Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen in Europa. Sowohl dem Thema Cybersicherheit als auch der Gesundheitsforschung kommt eine zentrale Stellung zu. Cybersicherheit ist ein essentielles Zukunftsthema und Voraussetzung für eine funktionierende digitale Industrie, Wirtschaft und Gesellschaft. Erklärtes Ziel der Gesundheitsforschung der Fraunhofer-Gesellschaft ist, unter Einsatz neuester Technologien wirksame Verfahren und Produkte zu entwickeln, um Diagnose, Vorsorge, Therapie, Pflege und Rehabilitation von Patienten zu verbessern.

Von: mh

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