Dank des Förderprogramms kooperiert auch die Universität Hannover mit wissenschaftlichen Einrichtungen in Israel

Dank des Förderprogramms kooperiert auch die Universität Hannover mit wissenschaftlichen Einrichtungen in Israel

Wissenschaftliche Zusammenarbeit wegen „hoher Qualität der Anträge“ ausgebaut

Das Land Niedersachsen hat die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit israelischen Universitäten aufgestockt. Grund dafür ist die große Zahl hochwertiger Anträge.

HANNOVER (inn) – Das Land Niedersachsen und die Volkswagen-Stiftung fördern in diesem Jahr 15 Forschungskooperationen mit israelischen Einrichtungen. Ursprünglich war eine Fördersumme von 2 Millionen Euro geplant. Doch aufgrund der „großen Zahl hochwertiger Anträge“ wurden die Mittel aufgestockt, teilte das niedersächsische Wissenschaftsministerium am Dienstag mit. Die Fördersumme beläuft sich nun auf 4,5 Millionen Euro. Insgesamt wurden 81 Anträge eingereicht.

Für Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) zeigt das Förderprogramm „das große Potenzial, das in der Zusammenarbeit von Hochschulen und Forschungseinrichtungen beider Länder steckt“. Es leiste einen wichtigen Beitrag für den wissenschaftlichen und kulturellen Austausch zwischen Israel und Niedersachsen.

Fragen nach dem Vergessen

Niedersachsen leistet sich seit 1977 als einziges Bundesland in dieser Form und Regelmäßigkeit ein deutsch-israelisches Programm zur Wissenschaftsförderung. Es unterstützt in jährlichem Wechsel Projekte in drei Bereichen: Bio- und Lebenswissenschaften sowie Medizin, Natur- und Ingenieurwissenschaft sowie Mathematik und schließlich Geistes- und Sozialwissenschaften. Die Wissenschaftler erhalten jeweils 300.000 Euro für eine Laufzeit von drei Jahren.

Für die Förderrunde 2018 waren die Bio- und Lebenswissenschaften an der Reihe. Dabei arbeitet etwa die Universität Hannover mit dem Technion bei Haifa zusammen. Die Wissenschaftler untersuchen Prozesse im Zellkern der Ruhramöbe. In einem anderen Projekt tun sich Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für experimentelle Medizin, des European Neuroscience Institute (beide Göttingen) und des Technion zusammen. Sie gehen der Frage nach, welche biologischen Mechanismen dem Vergessen zugrundeliegen.

Israel gilt als herausragender Wissenschaftsstandort. Im Oktober eröffnete die Helmholtz-Gemeinschaft ein Israel-Büro. Deren Präsident Otmar Wiestler sagte, das Land biete in vielen Bereichen „Spitzenwissenschaft auf internationalem Top-Level“.

Von: df