Goldstück: Schüler haben diese Münze aus byzantinischer Zeit gefunden

Goldstück: Schüler haben diese Münze aus byzantinischer Zeit gefunden

Schüler entdecken 1.600 Jahre alte Goldmünze

Vier Jugendliche sind auf ein seltenes Artefakt gestoßen. Der Fundort könnte ironischer kaum sein.

JERUSALEM (inn) – Oberstufenschüler haben eine Goldmünze aus byzantinischer Zeit entdeckt. Das gab die Israelische Altertumsbehörde am Dienstag bekannt. Im Februar wanderten die vier Jungen auf dem sogenannten Sanhedrin-Weg, der an die einstige oberste jüdische und religiöse Instanz erinnert. Sie fanden das Goldstück und erkannten, dass es sich um keine gewöhnliche Münze handelte. Sie informierten ihren Geschichtslehrer, der sich sofort an die Altertumsbehörde wandte. Die Schüler bekamen eine Urkunde von der Behörde, die Münze gehört nun zum israelischen Staatsschatz.

Die wiegt etwa 4,5 Gramm und wurde im frühen byzantinischen Reich geprägt. Auf der einen Seite zeigt sie Kaiser Theodosius II., auf der anderen die Göttin Victoria mit Kreuzstab. Es ist die erste derartige Münze, die in Israel entdeckt wurde. Funde sind selten, weil die Taler so wertvoll waren, dass ihre Besitzer sich hüteten, sie zu verlieren.

Imperator machte Juden das Leben schwer

Kaiser Theodosius II. regierte von 401 bis 450 und ist besonders durch den nach ihm benannten Theodosius-Codex bekannt. In ihm wurden die tausenden verschiedenen Gesetze des Reiches zusammengefasst. Juden büßten dadurch Rechte ein. Sie wurden vom Staatsdienst ausgeschlossen und durften keine neuen Synagogen bauen. Noch schlimmer war, dass ihre für den Sanhedrin bestimmten Steuergelder umgeleitet wurden und die Instanz schließlich abgeschafft wurde. Das Zentrum des jüdischen Lebens verlagerte sich daraufhin nach Babylon.

Ironischerweise wurde die Münze des Imperators auf einem Pfad gefunden, der über eben diesen Sanhedrin aufklärt. Es ist ein interaktives Projekt der Altertumsbehörde. Auf dem Weg können die Schüler unter freiem Himmel an verschiedenen Marken per Smartphone multimedial in die Geschichte des einst so wichtigen Hohen Rates eintauchen. Und manchmal finden sie dort sogar echte Schätze.

Von: tk