Auf der 2.000 Jahre alten hebräischen Inschrift steht: „Hanania Dudolos' Sohn von Jerusalem“

Auf der 2.000 Jahre alten hebräischen Inschrift steht: „Hanania Dudolos' Sohn von Jerusalem“

Älteste hebräische „Jerusalem“-Inschrift gefunden

Archäologen haben am Dienstag die älteste hebräischsprachige Inschrift des Wortes „Jerusalem“ der Öffentlichkeit präsentiert. Sie stammt aus der Zeit des Zweiten Tempels.

JERUSALEM (inn) – Auf einer 2.000 Jahre alten Säulentrommel ist die älteste hebräische Inschrift des Wortes „Jerusalem“ gefunden worden. Das Israel-Museum in Jerusalem präsentierte diesen Fund am Dienstag. Die Inschrift kann jetzt, wie die Tageszeitung „Jerusalem Post“ berichtet, im Museum bewundert werden.

Die Säulentrommel aus Kalkstein stammt laut den Archäologen aus der Zeit des Zweiten Tempels. Sie wurde vor zehn Monaten bei einer Ausgrabung in der Nähe des internationalen Convention-Zentrums entdeckt. Die gesamte Inschrift lautet: „Hanania Dudolos' Sohn von Jerusalem“. Die Säulentrommel soll Teil eines Gebäudes gewesen sein, das in einem jüdischen Dorf von Töpfern in der Nähe den Stadteingangs von Jerusalem gestanden hat.

Griechische Inspiration

Es gab bereits noch ältere Funde von Silbermünzen, auf denen das Wort „Jerusalem“ geschrieben wurde. Da war es aber nicht die hebräische, sondern die aramäische Sprache. Den Archäologen ist bislang noch nicht bekannt, wer die Person Hanania gewesen ist. Aber laut des Kurators des Israel-Museums, Dudi Mevorach, war er jüdisch und mit großer Wahrscheinlichkeit im Kunsthandwerk tätig.

Der genannte Dudolos sei aber nicht der tatsächliche Vater gewesen, sondern ein mythischer griechischer Künstler. Der Fund zeige auch, wie Juden in dieser Zeit von der griechischen Kunst unter Alexander dem Großen beeinflusst wurden. Die Ausgrabungsstätte ist die größte Fundstelle von Töpferkunst in der Region von Jerusalem zur Zeit des Zweiten Tempels. Ein Fokus der Handarbeit habe laut den Ausgräbern damals auf Kochgefäßen gelegen.

Von: mm

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