Ärzte haben erstmals nach der Testphase die neue Technologie angewandt, die passgenaue Knochenimplantate ermöglicht (Symbolbild)

Ärzte haben erstmals nach der Testphase die neue Technologie angewandt, die passgenaue Knochenimplantate ermöglicht (Symbolbild)

Neue Technologie lässt Knochen nachwachsen

Eine israelische Technologie ermöglicht es, Knochen im Körper wachsen zu lassen. Die Methode wurde nach ihrer Testphase nun weltweit erstmals offiziell angewandt.

AFULA (inn) – Israelische Ärzte haben am Dienstag im „HaEmek“-Krankenhaus in Afula eine besondere Operation vorgenommen: Sie setzten einem Patienten erfolgreich Stammzellen ein, die einen Knochen nachwachsen lassen.

Die Technik wurde vor einigen Jahren von der Firma „Bonus BioGroup“ in Haifa entwickelt. Bei der Methode werden Stammzellen aus dem Fettgewebe eines Patienten entnommen. In speziellen Bioreaktoren wächst daraus ein halbfestes Knochenimplantat heran. Dieses wird mittels einer Spritze dem Patienten dort zugeführt, wo ihm Knochen fehlt. Die injizierten Zellen vermehren sich und füllen schließlich den geschädigten Bereich ganz aus. Somit ergibt sich ein passgenaues Implantat. Da es aus körpereigenen Zellen besteht, ruft es keine Abwehrreaktionen des Körpers hervor.

Der Tageszeitung „Yediot Aharonot“ zufolge wurde die Methode nun erstmals nach ihrer Testphase offiziell angewendet. Der Patient ist ein Israeli namens Danny. Ihm musste nach einem Autounfall vor acht Monaten ein Teil seines Schienbeins entfernt werden.

Revolution der Orthopädie

Durchgeführt wurde die Operation von Nimrod Rosen, dem Leiter der Orthopädie am „HaEmek“-Krankenhaus. Er erklärte: „Bei der Operation habe ich ihm die Zellen, die wir ihm vor zwei Wochen entnommen haben, wieder eingesetzt. Innerhalb von sechs Wochen wird der Knochen gewachsen sein und sein Schienbein wird wieder ganz normal funktionieren. Die Operation ist wirklich Sciencefiction. Sie verändert die ganze Welt der Orthopädie.“

Laut Rosen könne die Methode unter anderem Menschen helfen, die unter Knochenschwund leiden; oder Krebspatienten, denen Körperteile amputiert werden mussten. Auch Personen mit Kleinwuchs können von der Technologie profitieren. „Bei jeder Operation kann ich zehn Zentimeter hinzufügen und das kann mehrmals wiederholt werden“, sagte Rosen.

von: dn

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