Am Ziel: Simon Kindleysides hat den Londoner Marathon trotz Gehbehinderung bewältigt

Am Ziel: Simon Kindleysides hat den Londoner Marathon trotz Gehbehinderung bewältigt

Gehbehinderter bewältigt Marathon mit israelischer Technologie

Überragende Leistung: Trotz Gehbehinderung hat ein Brite den Londoner Marathon absolviert. Eine Entwicklung aus Israel half ihm dabei.

LONDON (inn) – Mit Hilfe aus Israel hat ein gehbehinderter Mann am Montag erstmals den Londoner Marathon beendet. Simon Kindleysides aus der Grafschaft Norfolk im Osten Englands benötigte für die 42,195 Kilometer nach offiziellen Angaben 36 Stunden. Der 34-jährige Querschnittsgelähmte nutzte dabei das Exoskelett des israelischen Unternehmens ReWalk Robotics.

Kindleysides ist zwar der erste gehbehinderte Mann mit dieser Leistung, doch schon 2012 beendete Claire Thomas als erste gehbehinderte Frau den Londoner Marathon – auch mithilfe von ReWalk. Für die Strecke benötigte sie 16 Tage.

Entsprechend jubelte Kindleysides auf Twitter: „O mein Gott, ich habe es geschafft ... Der weltweit schnellste Nutzer von ReWalk, der einen ganzen Marathon in 26,5 [sic] Stunden beendet hat.“ Seine Leistung dient einem guten Zweck: Der dreifache Familienvater sammelte 10.000 Euro an Spenden für die Erforschung von Gehirntumoren ein.

Für seine Leistung erhielt Kindleysides die Auszeichnung „Spirit of London“. Damit ehrt der Veranstalter des Marathons Menschen mit besonderen Verdiensten.

Unternehmen aus eigenem Schicksal

ReWalk Robotics wurde 2001 von Amit Goffer gegründet. Er tüftelte an einem Bewegungsapparat, nachdem er aufgrund einen Autounfalls 1998 selbst gehbehindert wurde.

Die Produkte von ReWalk Robotics nutzen batteriebetriebene Motoren, die durch Bewegungssensoren aktiviert werden und den menschlichen Gang imitieren. Seit Anfang dieses Jahres zählen sie zu den Leistungen der Krankenkassen in Deutschland. Im Jahr 2017 erzielte das Unternehmen nach eigenen Angaben einen Gewinn von 7,8 Millionen US-Dollar.

Von: df

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