Vor dem Start auf Zypern sprachen sich die sechs Schwimmer gegenseitig Mut zu.
Vor dem Start auf Zypern sprachen sich die sechs Schwimmer gegenseitig Mut zu.
Die Weltrekordler arbeiten mit der israelischen Umweltorganisation "Zalul" zusammen.
Die Weltrekordler arbeiten mit der israelischen Umweltorganisation "Zalul" zusammen.
Im Mittelmeer wurden die Schwimmer von Delfinen begleitet.
Im Mittelmeer wurden die Schwimmer von Delfinen begleitet.

Israelischer Weltrekord für den Meeresschutz

Sechs Israelis sind in der vergangenen Woche von Zypern nach Israel geschwommen. Damit stellten sie einen neuen Weltrekord im offenen Wasser auf. Ihre Leistung widmen sie dem Umweltschutz.

Erschöpft, aber glücklich kamen die sechs Männer aus Israel in der Nacht zum Samstag an der israelischen Küste an. Gestartet waren sie am vorigen Sonntagmittag am Hafen der zyprischen Stadt Paphos. Bis zu ihrem Ziel an der Küste von Rischon LeZion legten sie 380 Kilometer zurück. Der bisherige Weltrekord im offenen Wasser lag bei 366 Kilometern und war von Amerikanern aufgestellt worden, schreibt die Onlinezeitung „Times of Israel“.

Doch neben dem Rekordversuch hatten die Israelis ein weiteres Anliegen: Sie wollten auf die Verschmutzung der Weltmeere aufmerksam machen. Dass dies nötig ist, wurde ihnen denn auch hautnah bewusst. Denn als besonders großes Hindernis bei ihrem sportlichen Einsatz erwiesen sich die zahlreichen Plastiktüten, die im Wasser herumschwimmen. „Durch Plastiktüten zu schwimmen, ist erniedrigend und unerträglich. Das Meer sollte für alle ein Heiligtum sein und für alle bewahrt werden“, kommentierte einer der Schwimmer die Plage.

Die Teilnehmer sind zwischen 42 und 66 Jahre alt. Sie wechselten sich nach Art einer Staffel jede Stunde ab. Immer musste einer der sechs Schwimmer im Wasser sein – Tag und Nacht. Eine Mannschaft auf einem Begleitboot dokumentierte die Leistung für das „Guinness Buch der Rekorde“. Bereits im vergangenen Jahr hatten sie versucht, von Zypern nach Israel zu schwimmen – doch ein Sturm machte ihre Pläne mitten auf der Strecke zunichte.

Diesmal erlebten sie ebenfalls Abenteuer, die sie aber nicht zum Aufgeben zwangen. So gesellte sich am zweiten Tag eine Delfinschule zu den Schwimmern. „Am Anfang haben wir uns gefürchtet, und sie haben uns auch gestört, weil sie Gegenströmungen erzeugten, aber das ist ein erstaunliches Erlebnis“, zitiert die Tageszeitung „Yediot Aharonot“ den Trainer der Gruppe, Ori Sela.

Ein weiterer Teilnehmer, Ben Enosch, wurde in der Nacht von einem Fisch gebissen. Dies sei sehr schmerzhaft gewesen, doch er sei weitergeschwommen. „Nicht einen Augenblick habe ich ans Aufhören gedacht, selbst wenn es ein Hai gewesen wäre“, sagte er. Oded Rahav, Luc Chetboun, Udi Erel und Doron Amosi komplettierten das erfolgreiche Sextett.

Glückwünsche vom Umweltminister

Am Sonntag hielten die Schwimmer eine feierliche Zeremonie an ihrem Landepunkt ab. „Wir haben es geschafft, die Muskeln tun weh, und das Herz ist voller Stolz“, fasste Trainer Sela die Empfindungen der Gruppe zusammen. „Erst nach so einer langen und abhärtenden Schwimmstrecke lernt man das erstaunliche und gewaltige Meer schätzen.“

Umweltminister Amir Peretz beglückwünschte die Schwimmer „zu der Initiative und der Entschlossenheit“. Israel stehe, was den Meeresschutz angehe, vor großen Herausforderungen. Dass die Weltrekordler es sofort gemerkt hätten, als sie israelische Hoheitsgewässer erreichten, gebe ihm zu denken, sagte der Minister. Es verpflichte die Israelis, hart gegen die Wasserverschmutzung zu kämpfen.Bei ihrer Aktion arbeiteten die Schwimmer mit der Umweltorganisation „Zalul“ zusammen. Deren Vorstandsvorsitzende Maja Jacobs lobte die Initiative: „Nicht jeden Tag erhält man eine Gelegenheit, am Brechen eines Weltrekordes und Guinness-Rekordes beteiligt zu sein. Die sechs Wunderbaren haben die so wichtige Leistung dem Schutz des Meeres gewidmet. Sie haben geholfen, das Bewusstsein für die Gruppe der Meeresschützer zu erhöhen. Dank ihnen haben sich Tausende zusätzliche Leute angeschlossen, die verstehen, dass man handeln muss, um das Meer zu schützen.“

Von: eh

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