Die Versteigerung eines Banksy Gemäldes durch das Auktionshaus Sotheby’s brachte 2,4 Millionen Euro für ein palästinensisches Krankenhaus ein

Die Versteigerung eines Banksy Gemäldes durch das Auktionshaus Sotheby’s brachte 2,4 Millionen Euro für ein palästinensisches Krankenhaus ein

Banksy-Werk für 2,4 Millionen Euro versteigert

Ein Gemälde des britischen Künstlers Banksy zur Flüchtlingskrise wird für 2,4 Millionen Euro versteigert. Auf Wunsch des Künstlers soll der Erlös an ein palästinensisches Krankenhaus in Bethlehem gespendet werden.

LONDON (inn) – Dieses Ergebnis hat alle Schätzungen übertroffen: Das Ölgemälde „Mediterranean Sea View 2017“ („Mediterraner Meeresblick 2017“) des britischen Street-Art-Künstlers Banksy wurde für 2,4 Millionen Euro versteigert. Das gab das Londoner Auktionshaus Sotheby’s am Dienstag bekannt. Der Wert war zuvor auf 883.000 bis 1,3 Millionen Euro geschätzt worden.

Bereits vor Beginn der Versteigerung kündigte Banksy an, die Erlöse an das BASR (Arabische Gesellschaft für Rehabilitation in Bethlehem) Krankenhaus in Bethlehem zu spenden. Mit dem Geld soll eine Station für Schlaganfallpatienten sowie Reha-Ausrüstung für Kinder finanziert werden.

Flüchtlingskrise als Motiv

Das Gesamtwerk besteht aus drei Ölgemälden. Sie zeigen das aufgewühlte Mittelmeer und eine Küste voller orange-farbener Rettungswesten. Das Werk spiele auf die Menschen an, die während der Flüchtlingskrise ihr Leben im Mittelmeer verloren haben, schreibt das Auktionshaus auf seiner Webseite.

Bis vor Kurzem hing das Gemälde in der Lobby des Hotels „Walled Off“ in Bethlehem. Das Hotel warb vor drei Jahren mit der „schlechtesten Aussicht der Welt“, da es sich in unmittelbarer Nähe zur Sperranlage befindet.

Banksy ist als Street-Art-Künstler weltberühmt geworden, hält seine Identität jedoch geheim. Bekannt ist lediglich, dass er aus Bristol im Südwesten Englands stammt und laut Sotheby’s 1975 geboren ist. Seine gesellschaftskritischen Werke tauchen meist überraschend auf. Dabei thematisiert er zum Beispiel Obdachlosigkeit oder die Corona-Krise.

Von: mas