In Israel dürfen TV-Sender keinen „unangemessenen Einfluss auf die Zuschauer“ haben

In Israel dürfen TV-Sender keinen „unangemessenen Einfluss auf die Zuschauer“ haben

Israel überprüft Genehmigung von christlichem TV-Sender

Der christliche TV-Kanal „God TV“ ist seit kurzem auf Hebräisch im israelischen Kabelfernsehen zu empfangen. Das Problem: Nach israelischem Gesetz sind missionarische Tätigkeiten im Fernsehen verboten. Der Fall wird nun untersucht.

JERUSALEM (inn) – Am vergangenen Wochenende ist der evangelikale TV-Sender „God TV“ unter dem hebräischen Namen „Schelanu“ (Unser) im israelischen Kabelfernsehen auf Sendung gegangen. Er erhielt im April von den Behörden die entsprechende Sendeerlaubnis.

Der Geschäftsführer des internationalen Fernsehsenders, Ward Simpson, zeigte sich in einem Videobotschaft erfreut über die Möglichkeit, „das Evangelium Jesu“ zu predigen: „Gott hat auf übernatürliche Weise die Tür für uns geöffnet, um das Evangelium Jesu in die Häuser, Leben und Herzen seines jüdischen Volkes zu bringen. In Israel gibt es neun Millionen Menschen, die nun das Evangelium zum ersten Mal in ihrer Muttersprache hören können. Jetzt erfahren sie, dass Jesus für sie da ist. Er ist ihre Antwort, ihr Erlöser und ihr Erretter.“

Überprüfung angekündigt

Wie lange der Sender aktiv bleiben kann, ist jedoch unklar. Der israelische Kommunikationsminister Dudi Amsalem (Likud) hat eine Untersuchung hinsichtlich einer möglichen missionarischen Tätigkeit angekündigt. „Wir werden zu keiner Zeit und in keiner Weise zulassen, dass ein Missionskanal im Staat Israel tätig wird“, sagte Amsalem am Dienstag. Er forderte den Kabel- und Rundfunkrat auf, zu prüfen, ob ein Verstoß gegen das „Anti-Missionierungs-Gesetz“ vorliegt.

Dieser betonte in einer Erklärung wiederum, dass man vor der Lizenzvergabe bereits gründlich geprüft habe, ob „Schelanu“ gegen die Richtlinien für religiöse Sendungen verstoße und „einen unangemessenen Einfluss auf die Zuschauer“ habe. Der Kabel- und Rundfunkrat betonte auch, dass bestimmte Inhalte ausschließlich übers Internet gesendet werden und so außerhalb seiner Zuständigkeit lägen, berichtet das Nachrichtenportal „Arutz Scheva“.

Der Vorsitzende des Lizenzausschusses, Ascher Biton, kündigte dennoch eine weitere Überprüfung an. Sollte ein Verstoß festgestellt werden, müsste „Schelanu“ den Sendebetrieb einstellen. Im Jahr 1977 wurde in Israel das „Anti-Missionierungs-Gesetz“ verabschiedet, das es verbietet, jemanden durch materielle Reize oder durch Zwang zum Religionswechsel zu bewegen.

Von: mas

Sie können sich über Disqus, Facebook, Twitter oder Google anmelden um zu kommentieren. Bitte geben Sie einen Namen ein, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine E-Mail-Adresse. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen, die unsachliche Formulierungen oder externe Links enthalten. Bitte achten Sie auch darauf, dass wir Beiträge mit mehr als 1.600 Zeichen (einschließlich Leerzeichen) nicht veröffentlichen. Mit Abgabe des Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

Datenschutz
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Moderation
Die Moderation der Kommentare liegt allein bei der Christlichen Medieninitiative pro e.V. Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in den Nutzungsbedingungen.

comments powered by Disqus