Am 20. Februar beginnt die Berlinale. Auch in diesem Jahr werden wieder Filme aus Israel zu sehen sein.

Am 20. Februar beginnt die Berlinale. Auch in diesem Jahr werden wieder Filme aus Israel zu sehen sein.

Israelische Regisseure zeigen Filme in Berlin

Ab dem 20. Februar ist es wieder so weit: Filme in vielen Sprachen und aus vielen Ländern werden bei der Berlinale vorgestellt. Auch zwei Regisseure aus Israel haben es in die engere Auswahl der renommierten Jury geschafft. Beide kritisieren in ihren Beiträgen die israelische Politik.

BERLIN (inn) – Regisseure aus der ganzen Welt nehmen Ende Februar an der Berlinale teil. Unter ihnen sind dieses Jahr auch zwei Filmemacher aus Israel. Sie beschäftigen sich allerdings vor allem mit dem Schicksal von Palästinensern.

Einer von ihnen ist Ra'anan Alexandrowicz. In seinem Dokumentarfilm „The Viewing Booth“ (Die Beobachterkabine) gibt er Einblicke in die Gedankenwelt von Maya Levy. Die junge Amerikanerin ist eine große Unterstützerin Israels. Sie sieht sich allerdings gezwungen, ihre Meinung noch einmal zu überdenken, während sie Videos aus dem Leben in der Stadt Hebron im Westjordanland anschaut. Die größtenteils von der Menschenrechtsorganisation „B'Tselem“ aufgezeichneten Aufnahmen widersprechen Mayas Ansichten. „B’Tselem“ ist allerdings in Israel umstritten, weil sie einen Hang zu einer verkürzten Darstellung hat. Während Maya die Bilder sieht, erfährt der Zuschauer direkt ihre emotionalen Reaktionen. So bekommt er durch den Film Einblicke in die Psyche des Publikums im digitalen Zeitalter.

Israeli belauscht Palästinenser

Auch der Israeli Omer Sterenberg ist in der Kategorie „Berlinale Shorts“ mit seinem Film „HaMa'azin“ (Der Zuhörer) dabei. Die diesjährige Leiterin der „Berlinale Shorts“ Anna Henckel-Donnermarck erklärt, in dieser Kategorie genössen die Regisseure besondere kreative Freiheit, da sie nicht von den Erwartungen des Marktes abhingen. Die Filmemacher seien so in der Lage, ihre eigenen Regeln für ihre Kunst zu schaffen.

Der ehemalige Schüler der Sam Spiegel Filmschule in Jerusalem Sterenberg begleitet in seinem Werk einen jungen Soldaten, der Gespräche von verdächtigen Palästinensern und Palästinenserinnen abhört. Besonders die Telefonate eines schwulen Paares faszinieren ihn und schon nach einiger Zeit werden seine eigenen Ansichten hinsichtlich gleichgeschlechtlicher Partnerschaften und des Abhörens von intimen Gesprächen auf die Probe gestellt. Der junge Regisseur tritt in dieser Kategorie gegen insgesamt 24 Filme aus 18 Ländern an.

Zwischen dem 20. Februar und dem 1. März findet in Berlin die 70. Berlinale statt. Das Filmfestival zeigt jedes Jahr rund 400 Filme in allen Längen und Formaten. „Bis heute gilt sie als das politischste aller Filmfestivals“, heißt es auf der Internetseite der Berlinale.

Von: Elisa Klimmek

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