Die Israelische Nationalbibliothek nutzt die Möglichkeiten der digitalen Technik für ihre Bestände

Die Israelische Nationalbibliothek nutzt die Möglichkeiten der digitalen Technik für ihre Bestände

Google und Israelische Nationalbibliothek digitalisieren alte Schriften

In der Israelischen Nationalbibliothek lagern unzählige Schriften aus vergangenen Zeiten. Nun will sie die Einrichtung mithilfe von Google digitalisieren und für alle verfügbar machen.

JERUSALEM (inn) – Die Suchmaschine Google und die Israelische Nationalbibliothek wollen 120.000 jüdische Texte digitalisieren. Die Dokumente sollen dann der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Die Bibliothek bezeichnete das Projekt in einer Mitteilung vom 7. November als „historisch“.

Rund 45 Prozent der Texte sind auf Hebräisch oder in Sprachen mit hebräischen Buchstaben wie Jiddisch oder Ladino verfasst. Der Rest liegt in verschiedenen Sprachen vor, etwa Latein, Deutsch oder Arabisch. Zu den Schriften gehört „Ze’enah u-Re’enah“, eine jiddische Übersetzung und Adaption der Tora, die im 16. Jahrhundert verfasst wurde, oder „Me'am Lo'ez“, ein Bibelkommentar in Ladino aus dem 18. Jahrhundert.

Delikater Vorgang

Die Organisation rund um die eigentliche Digitalisierung gestaltet sich aufwändig. Die Schriften werden in Behältern transportiert, die sich klimatisch kontrollieren lassen. Mit dem Schiff gelangen diese über Rotterdam in das Digitalisierungszentrum in Deutschland. Das Projekt wird nach Schätzung der Bibliothek zwei Jahre in Anspruch nehmen.

Die digitale Bibliothek von Google Books enthält bereits 40 Millionen Werke aus amerikanischen, europäischen und japanischen Beständen. Die Aufnahme der Schriften aus Jerusalem werde den Anteil jüdischer Texte „signifikant erhöhen“, teilte die Nationalbibliothek mit.

Von: df

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