Premierminister Netanjahu und Wissenschaftsminister Okunis (l.) lassen sich von israelischen Schülern ihren Roboter vorführen

Premierminister Netanjahu und Wissenschaftsminister Okunis (l.) lassen sich von israelischen Schülern ihren Roboter vorführen

Israelis belegen in Dubai 2. Platz

Israelische Schüler waren bei einem Roboter-Wettbewerb in dem Emirat Dubai erfolgreich. Nach ihrer Rückkehr erzählten sie, sie seien in dem arabischen Land sehr freundlich behandelt worden – nur die Tunesier seien aus der Reihe gefallen.

DUBAI (inn) – Israelische Schüler haben in Dubai den zweiten Platz bei der Robotik-Olympiade „FIRST Global Challenge“ belegt. Die Aufgabe für die Teams aus aller Welt bestand in diesem Jahr darin, Lösungen für die Beseitigung von Kunststoff aus den Weltmeeren zu entwickeln. Die Israelis erhielten zudem einen Sonderpreis für ihre außergewöhnliche Unterstützung der anderen Teams.

Der internationale Wettbewerb fand zum dritten Mal statt. An ihm beteiligten sich in diesem Jahr Teams aus 191 Staaten. Er ermutigt Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren zur Entwicklung von Robotern. Die Schüler erhalten für den Bau ein Starterset mit Rädern, Drähten, Bausteinen und anderen Materialien.

In diesem Jahr galt es, Roboter zu entwickeln, die Kugeln in verschiedenen Größen einsammeln. Die Kugeln stellen Verschmutzungen im Meer dar. Sie müssen von den Robotern zu bestimmten Ablageplätzen gebracht werden, unter anderem zu einem Objekt mit mehreren Etagen in der Mitte des Spielfeldes. Am Ende muss sich auch der Roboter auf dieses Objekt begeben. Für die verschiedenen Erfolge gibt es Punkte. Bei dem Wettbewerb treten immer Dreierteams gegeneinander an.

Nach der Rückkehr präsentierte das israelische Team Premierminister Benjamin Netanjahu und Wissenschaftsminister Ofir Akunis seinen Roboter. Netanjahu sagte dazu laut einer Mitteilung seines Büros: „Dies ist wirklich eine große Ehre für den Staat Israel. Sie waren in Dubai, das ist kein Zufall.“ Israel verfüge über Technologien und Fähigkeiten, die im Umgang mit „einem gemeinsamen Feind sowohl im Sicherheits- als auch im zivilen Bereich“ relevant seien. Deshalb habe der jüdische Staat mittlerweile Beziehungen zu vielen Ländern, fügte der Regierungschef hinzu.

Tunesier verweigern Händeschütteln

Die Leiterin des israelischen Teams, Osnat Duman, sagte nach ihrer Rückkehr, die Israelis hätten sich in Dubai als Botschafter ihres Landes verstanden. Sie seien die ganze Zeit über sehr freundlich und wie „wichtige Personen“ behandelt worden.

Der Bauplatz des Teams habe sich neben denen des Iraks und Irans befunden, da die Anordnung alphabetisch erfolgt sei. Lediglich die Tunesier hätten sich geweigert, den Israelis die Hände zu schütteln. An die ungewöhnliche Teilnahme der Israelis in einem arabischen Land habe schließlich nur noch ein Sicherheitsbeauftragter des israelischen Inlandsgeheimdienstes Schabak erinnert. Er war für den Schutz der Jugendlichen zuständig. „Am Ende des Tages ging es nur noch um Menschen, nicht um Länder“, sagte Duman.

Erster Platz für Weißrussland

Den ersten Platz der Olympiade belegte Weißrussland. Dem Team gehörten auch syrische Flüchtlinge an. Der Gründer von „FIRST Global Challenge“, Dean Kamen, betonte, dass es bei der Veranstaltung weniger um einen Wettbewerb gehe: „Die Kinder haben es verstanden. Für sie ist dies kein Wettbewerb. Dies ist eine Kooperation. Dies ist ein Fest der Technologie.“

Die Olympiade findet jedes Jahr in einem anderen Land statt. Der Wettbewerb dient der Völkerverständigung. Jugendliche sollen inspiriert werden, sich mit den Problemen dieser Welt zu beschäftigen. Im vergangenen Jahr wurde die Olympiade in Mexiko-Stadt ausgetragen. Das Thema war „Energie“. Im Jahr 2017 drehte sich in Washington alles um das Thema „Wasser“.

Von: dn

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