In einem zentralen Garten soll ein Museum für die religiöse Weiterbildung entstehen

In einem zentralen Garten soll ein Museum für die religiöse Weiterbildung entstehen

Pläne für interreligiösen Gebäudekomplex in Abu Dhabi vorgestellt

In Abu Dhabi sollen sich Vertreter der drei abrahamitischen Religionen demnächst ein Gelände teilen. Den Anstoß für das Projekt gibt ein katholisch-islamisches Dokument zur Verständigung zwischen den Religionen.

ABU DHABI / NEW YORK (inn) – In den Vereinigten Arabischen Emiraten soll bis zum Jahr 2022 ein interreligiöser Komplex mit dem Namen „Abrahamitisches Haus der Brüderlichkeit“ entstehen. Auf der Insel Sa'adijat nördlich der Hauptstadt Abu Dhabi werden den Plänen zufolge ab dem kommenden Jahr eine Moschee, eine Kirche und eine Synagoge gebaut. Entwurfsbilder davon hat die interreligiöse Arbeitsgruppe „Hoher Ausschuss für menschliche Brüderlichkeit“ am Freitag in New York vorgestellt.

Seinen Ursprung hat das Projekt in dem „Dokument über die Brüderlichkeit aller Menschen“. Dieses haben Papst Franziskus und der Scheich der Kairoer Al-As'har-Universität, Achmed al-Tajeb, Anfang Februar bei einem Besuch des Papstes in den VAE unterzeichnet. Darin rufen die beiden zu einer Kultur der Toleranz und des Dialogs zwischen den Religionen auf.

Gebäude mit unterschiedlicher Ausrichtung

Der britische Architekt Sir David Adjaye hat den Zuschlag für die Planung des Gebäudekomplexes erhalten. Der 53-Jährige entwarf bereits das 2016 eröffnete amerikanische Nationalmuseum für afro-amerikanische Geschichte und Kultur in Washington. Der emiratischen Nachrichtenseite „The National“ sagte er, es ehre ihn, an dem Projekt beteiligt zu sein. „Das ist eine Gelegenheit, die sich nur einmal in einer Generation bietet.“

Die drei Gebäude werden den Plänen zufolge die gleiche Höhe haben, sich in Gestaltung und Inneneinrichtung aber unterscheiden. Zudem sind sie unterschiedlich ausgerichtet: Die Kirche nach Osten, die Moschee nach Mekka, die Synagoge nach Jerusalem. In einem zentralen Garten soll ein Museum für Bildungszwecke eingerichtet werden.

Der im August gegründete „Hohe Ausschuss für menschliche Brüderlichkeit“ hat die Aufgabe, die Inhalte des „Dokuments zur humanen Brüderlichkeit“ bekannt zu machen und Pläne für deren Umsetzung zu entwerfen. Zu den acht Mitgliedern gehört seit vergangener Woche auch der Washingtoner Rabbi M. Bruce Lustig. Ansonsten gehören dem Ausschuss Katholiken und Muslime an.

Von: df

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