Trotz der vielen Informationen im Internet hat sich die Zahl der Neuerscheinungen in den vergangenen Jahren erhöht (Archivbild)

Trotz der vielen Informationen im Internet hat sich die Zahl der Neuerscheinungen in den vergangenen Jahren erhöht (Archivbild)

Mehr Neuerscheinungen auf dem israelischen Buchmarkt

Trotz der Dominanz des Internets lesen die Israelis noch gerne Bücher. Besonders Ratgeber sind gefragt. Bei den Herkunftssprachen der Übersetzungen folgt Deutsch direkt auf Englisch.

JERUSALEM (inn) – Der israelische Buchmarkt entwickelt sich positiv: Binnen zehn Jahren ist die Zahl der Veröffentlichungen um 35 Prozent gestiegen. Das geht aus dem jährlichen Buchreport hervor, den die Israelische Nationalbibliothek veröffentlicht hat. Anlass ist die nationale Buchwoche, die am Sonntag begann.

Demnach kamen im Jahr 2018 in Israel 8.571 neue Bücher auf den Markt. 2008 waren es noch 6.326 Neuerscheinungen. Im Vergleich zu 2017 hat sich die Anzahl um 879 Bücher erhöht, wie die Tageszeitung „Jerusalem Post“ berichtet. Unter den Veröffentlichungen waren 1.045 Kinderbücher – das sind elf weniger als im Vorjahr.

Dass das Internet heutzutage Antworten auf vielerlei Fragen bietet, spiegelt sich nicht in der Entwicklung des Buchmarktes wider: Hier ist ein Anstieg bei den Nachschlagewerken zu beobachten. Vor allem Kochbücher, Wanderführer und Fitnessratgeber sind im Trend. Unter den Neuerscheinungen finden sich allerdings auch 430 E-Books und 550 Hörbücher.

Mehr als 400 Biographien kamen 2018 auf den Markt. Davon stellen 48 die Erlebnisse von Holocaustüberlebenden vor. Die Autoren gehören der zweiten oder dritten Generation an. Im Vorjahr hatte die Nationalbibliothek 320 Biographien registriert.

Übersetzungen ins Hebräische: Deutsch an zweiter Stelle

Von den Kinderbüchern erschienen 93 Prozent auf Hebräisch und 4,2 Prozent auf Arabisch. Der Rest wurde auf Englisch oder Jiddisch verfasst. Hebräisch führt mit 91 Prozent auch insgesamt die Sprachen bei den Neuerscheinungen an. Hier folgt Englisch mit 3,9 Prozent, Arabisch mit 2,9 und Russisch mit 1,1 Prozent. Hinzu kommen 22 weitere Sprachen.

Werke israelischer Autoren machen mit 85,6 Prozent den größten Teil der Neuerscheinungen aus. Bei der Mehrheit der Übersetzungen war Englisch die Originalsprache. Darauf folgen Deutsch mit 4,1 Prozent und Französisch mit 4 Prozent. Aus dem Arabischen wurden 1,1 Prozent dieser Bücher übersetzt und aus dem Schwedischen 1 Prozent. Die restlichen 27,2 Prozent haben 30 verschiedene Herkunftssprachen, vor allem europäische.

Von: eh

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