Die App Schiri der israelischen Nationalbibliothek gewährt kostenlos Zugriff auf die größte Sammlung an israelischer Musik weltweit

Die App Schiri der israelischen Nationalbibliothek gewährt kostenlos Zugriff auf die größte Sammlung an israelischer Musik weltweit

Neue App erobert Israel im Sturm

Die Nationalbibliothek in Jerusalem verfügt über den größten Fundus an israelischer und jüdischer Musik weltweit. In Kooperation mit dem Kulturministerium macht sie diesen über die App „Schiri” für jeden verfügbar.

JERUSALEM (inn) – Eine neue israelische Musik-App macht Spotify und Apple Music Konkurrenz – zumindest im Bereich jüdischer und israelischer Musik. Die App Schiri ist ein Projekt der israelischen Nationalbibliothek und gewährt kostenlosen digitalen Zugriff auf ihre Musik-Sammlung. Sie enthält rund 40.000 Songs von 1.500 Künstlern und ist werbefrei. Der hebräische Name bedeutet „Mein Lied“.

Anders als etwa das weit verbreitete Spotify ermöglicht Schiri auch unbegrenztes Überspringen von Liedern. Ähnlich ist, dass Schiri sich merkt, welche Songs der Nutzer mag und welche nicht. Anhand dessen schlägt es passende neue Musik vor. Anders als bei anderen Apps zielt der Algorithmus aber darauf ab, auch neue und noch wenig bekannte Künstler zum Zug kommen zu lassen.

Außerdem verdienen die Künstler pro gespieltem Song mehr Geld als bei anderen Apps, schreibt der Leiter der digitalen Entwicklung der Nationalbibliothek, Jaron Deutscher, in einem Blog-Beitrag. Das Kulturministerium will die israelische Musikbranche stärken, indem es jungen Künstlern eine Bühne bietet und alten ein würdevolles Einkommen ermöglicht. Mitentwickelt haben die App eine Reihe israelischer Musiker.

Ein entscheidender Vorteil gegenüber der Konkurrenz

Israel ist das erste Land, das ein derartiges Projekt ins Leben ruft. Obwohl die App nicht beworben wird, kam sie innerhalb kurzer Zeit auf 43.000 Downloads und schon am zweiten Tag belegte sie Platz zwei bei den kostenlosen Apps im Google Play Store, schreibt die Onlinezeitung „Times of Israel”.

Jaron Deutscher kommentiert den Erfolg gegenüber „Times of Israel” mit den Worten, die Reaktionen überträfen seine „kühnsten Träume“. Er erklärt sich den Anklang so: „Die App antwortet auf einen Bedarf nach an israelischer Musik. Spotify ist gut, aber es kostet Geld und die Auswahl an israelischer Musik ist klein. Und Apple Music spielt nicht annähernd in der gleichen Liga, wenn es um Musik aus Israel geht.“

Zurzeit gibt es von der App nur eine hebräische Version, die sich mit hebräischer Tastatur bedienen lässt. Sie kann im Google Play Store und bei Apple heruntergeladen werden. Wenn die Nachfrage weiter steigt, könnte bald eine englische Ausgabe folgen.

Von: tk

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