Ehre, wem Ehre gebührt: Perlman erhält den „Genesis“-Preis von Premier Netanjahu
Ehre, wem Ehre gebührt: Perlman erhält den „Genesis“-Preis von Premier Netanjahu
Zuvor lobte Netanjahu Perlman als Quelle der Inspiration
Zuvor lobte Netanjahu Perlman als Quelle der Inspiration
Helen Mirren führte durch die Preisverleihung
Helen Mirren führte durch die Preisverleihung
Perlman erhält Applaus
Perlman erhält Applaus
Einige Schüler Perlmans zeigten ihr Können
Einige Schüler Perlmans zeigten ihr Können

Geiger Jitzhak Perlman mit „Genesis“-Preis ausgezeichnet

JERUSALEM (inn) – Der israelische Geiger und Dirigent Jitzhak Perlman hat am Donnerstag den „Genesis“-Preis erhalten. Perlman habe mit seiner Musik Generationen bezaubert und sei eine Quelle der Inspiration, hieß es in den Würdigungen.

Zu seinen zahlreichen Preisen kommt nun ein weiterer hinzu: Der israelische Geiger Jitzhak Perlman hat am Donnerstag im Jerusalemer Theater den „Genesis“-Preis erhalten. Die britische Schauspielerin und „Oscar“-Preisträgerin Helen Mirren leitete die Veranstaltung. Perlman erhält die Auszeichnung, die als „jüdischer Nobel-Preis“ angesehen wird, für seine „außergewöhnlichen Beiträge als Musiker, Lehrer, Anwalt für Menschen mit Behinderung, Einsatz für jüdische Werte und den Staat Israel“.

Der 70-jährige Musiker gilt als einer der bedeutendsten Geiger der Gegenwart. Er kam 1945 in Tel Aviv als Sohn polnischer Einwanderer zur Welt. Im Alter von vier Jahren erkrankte er an der Kinderlähmung Polio; heute benutzt er Gehhilfen, seine Konzerte spielt er im Sitzen. Im Laufe seiner Karriere erhielt er 16 „Grammy“-Auszeichnungen.

Preisgeld als Gabe

Perlman hat angekündigt, das Preisgeld von einer Million US-Dollar für die Förderung von Behinderten zu verwenden. Diese Haltung rühre von seinen Kindheitserfahrungen, erklärte der Preisträger am Donnerstag. „Als ich in Tel Aviv aufwuchs, waren meine Eltern arm, und die Essensbeschaffung war ein ständiges Problem. Aber ‚Zedakah‘ zu geben war ein Lebensstil, es ist das, was wir machen. Diese Lehre aus meiner Kindheit prägt mein Leben bis heute.“ „Zedakah“ (Gerechtigkeit) ist der Begriff für das jüdische Gebot, wohltätig zu sein.

Der Musiker betonte weiter, er freue sich über die Möglichkeit, in der Welt etwas bewirkt zu haben. „Der physische Preis ist wunderbar. Aber was ich noch mehr schätzen werde, ist die Chance, die Sie mir gegeben haben, im Leben von anderen Menschen einen bedeutenden Unterschied gemacht zu haben. Ich fühle mich in aller Bescheidenheit geehrt, den Preis zu erhalten.“

Netanjahu: Quelle der Inspiration

Der israelische Premier Benjamin Netanjahu würdigte in seiner Rede Perlman als Musiker, Lehrer und Vorbild. „Ihre Musik hat Zuhörer auf allen Erdteilen über Generationen hinweg bezaubert, und Sie sind eine Quelle der Inspiration für diejenigen mit Behinderung. Ich denke, Sie sind eine Quelle der Inspiration für diejenigen ohne Behinderung, denn es zeigt uns, was wir erreichen können, wenn wir unsere Einschränkungen überwinden“, sagte Netanjahu laut Mitteilung seines Büros. „Nun verbringen Sie fast Ihre gesamte Freizeit damit, junge Musiker zu unterrichten und diejenigen mit körperlichen Einschränkungen zu unterstützen.“ Darüber hinaus habe Perlman zu Israel eine starke Verbundenheit aufrecht erhalten; er besuche das Land jedes Jahr.

Den Preis vergeben die israelische Regierung, die Einwanderungsorganisation „Jewish Agency“ und die „Genesis Philanthropy Group“, eine Organisation, die sich für jüdische Identität bei russischsprachigen Juden einsetzt. Der Preis soll Personen würdigen, die in ihrem Berufsfeld weltweit anerkannt sind und die sich zudem für jüdische Werte oder für den Staat Israel einsetzen. Die bisherigen Preisträger sind der frühere New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg und der Schauspieler Michael Douglas. (df)

Von: df