„Baba Joon“ zeigt Vater und Sohn im Konflikt zwischen Tradition und Neuorientierung.
„Baba Joon“ zeigt Vater und Sohn im Konflikt zwischen Tradition und Neuorientierung.

„Baba Joon“ ist bester israelischer Film

JERUSALEM (inn) – Der erste persischsprachige Film aus Israel hat den israelischen Filmpreis „Ophir“ gewonnen. „Baba Joon“ handelt von einem Vater-Sohn-Konflikt in einer jüdischen Familie, die aus dem Iran geflohen ist.

Es ist der erste Spielfilm des israelischen Regisseurs Juwal Delschad, und zugleich der erste in Israel gedrehte Film, der neben Hebräisch auch Persisch verwendet: Das Drama „Baba Joon“ („Lieber Vater“) erzählt vom Generationenkonflikt in einer aus dem Iran geflohenen jüdischen Familie – auf eine Weise, die ihm den „Ophir“-Preis als bester israelischer Film beschert hat.

Der Film spielt in den frühen 1980er Jahren. Die Familie hat sich nach der Flucht aus dem Iran eine Truthahnfarm in der Negevwüste aufgebaut und bestreitet daraus ihren Lebensunterhalt. Nach dem Willen des Familienvaters Jitzhak soll sein 13-jähriger Sohn Moti die Farm einmal übernehmen. Der bastelt aber lieber an Schrottautos herum. Da beide stur sind, geraten Vater und Sohn aneinander.

Regisseur Delschad, ein Sohn von Einwanderern aus dem Iran, verarbeitet in dem Film seinen eigenen Familienhintergrund. Die im Film verwendeten Sprachen zeigen den Konflikt zwischen Tradition und Neuorientierung an: Die ältere Generation von Vater und Großvater spricht Farsi, während der Sohn Hebräisch spricht.

Der Film war bereits auf dem Internationalen Festival von Toronto zu sehen. Mit der Auszeichnung als bester Film gehört „Baba Joon“ zu den fünf Filmen, die Israel für die „Oscars“ einreichen wird. Bislang waren zehn Filme aus Israel für die Oscars als „Bester fremdsprachiger Film“ nominiert. Allerdings konnte keiner dieser Filme die Auszeichnung gewinnen. (df)

Von: df

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