CNN trennt sich erst jetzt von einem Korrespondenten, der bereits 2014 „Heil Hitler“ twitterte

CNN trennt sich erst jetzt von einem Korrespondenten, der bereits 2014 „Heil Hitler“ twitterte

CNN beendet Zusammenarbeit mit pakistanischem Hitler-Verehrer

Der US-Nachrichtensender CNN trennt sich von einem Mitarbeiter, der „einen Hitler“ für die Welt fordert und damit „die palästinensische Sache“ unterstützen will. CNN hatte ähnliche Äußerungen jahrelang geduldet.

ATLANTA (inn) – Der amerikanische Nachrichtensender CNN hat wegen antisemitischer Aussagen die Zusammenarbeit mit dem pakistanischen Journalisten Adel Radscha beendet. Das berichtete zuerst die Zeitung „Washington Examiner“. Radscha hatte am Sonntag geschrieben: „Die Welt von heute braucht einen Hitler.“ Später wurde der Tweet gelöscht.

Am Montag bestätigte der Pakistani auf Twitter die Aufkündigung der Zusammenarbeit: „Ich bin froh, dass ein einzelner Tweet zur palästinensischen Sache beigetragen hat und sie ins Rampenlicht gestellt hat, während ich meinen Job verliere und der Westen von Meinungsfreiheit und Menschenrechten spricht.“

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Gegenüber dem „Washington Examiner“ spielte ein CNN-Sprecher die Verbindung zu dem freien Mitarbeiter herunter: „Adel Radscha war nie ein fester CNN-Angestellter. Als Freiberufler hat er mit seinen Beiträgen zur Berichterstattung aus Islamabad beigetragen. Dennoch wird er im Lichte dieser abscheulichen Aussagen in keiner Weise mehr mit CNN arbeiten.“

Dabei war dies nicht der erste antisemitische Tweet von Radscha. Nur einen Tag vorher hatte er geschrieben: „Was die Juden in Palästina machen, ist vergleichbar mit dem, was indische Hindus im besetzten Kaschmir tun. Gleiche Taktik.“ Im Juli 2014, während der Fußballweltmeisterschaft, twitterte Radscha: „Heil Hitler!“ Er fügte hinzu: „Der einzige Grund, warum ich im Finale Deutschland unterstütze, ist: Hitler hat das Richtige mit diesen Juden gemacht!“

Botschaft protestiert gegen chinesischen Sender

Derweil hat die israelische Botschaft in Peking den Beitrag eines chinesischen Nachrichtensenders als antisemitisch verurteilt. Am Dienstag hatte der Moderator Scheng Dschunfeng im staatlichen chinesischen Auslandssender CCTV spekuliert, dass die US-Unterstützung für Israel nicht wirklich auf gemeinsamen demokratischen Werten beruhe. „Manche Menschen glauben, dass die pro-israelische US-Politik zurückzuführen ist auf den Einfluss wohlhabender Juden und der jüdischen Lobby auf US-Außenpolitiker.“ Dschunfeng bezeichnete dies als „möglich“.

Die israelische Botschaft twitterte: „Wir hatten gehofft, dass die Zeiten von Verschwörungstheorien im Stil von ‚Juden, die die Welt beherrschen‘ vorbei sind. Unglücklicherweise hat der Antisemitismus wieder sein hässliches Gesicht gezeigt.“ Eine Reaktion Chinas oder des TV-Senders liegt bislang nicht vor.

Von: tk