Diese beiden Bilder veröffentlichte die Fatah-Kommission am 22. Januar auf Facebook

Diese beiden Bilder veröffentlichte die Fatah-Kommission am 22. Januar auf Facebook

Fatah würdigt Terror-Drahtzieher als „Leuchtturm“

Der Terroranschlag während der Olympischen Spiele in München löste in aller Welt Entsetzen aus. Doch die Fatah verherrlicht bis heute die Drahtzieher.

RAMALLAH (inn) – Am 22. Januar 1979 starb der palästinensische Terrorkommandeur Ali Hassan Salameh in der libanesischen Hauptstadt Beirut durch eine Autobombe. Er gehörte zu den Drahtziehern des Attentats auf das israelische Team bei den Olympischen Spielen in München 1972. Für seinen Tod machen Palästinenser Israel verantwortlich. Jedes Jahr am Todestag ehrt die Fatah den Terroristen.

In diesem Jahr veröffentlichte die Fatah-Kommission für Information und Kultur am 22. Januar unter anderem ein Video. Die Medienbeobachtungsorganisation „Palestinian Media Watch“ (PMW) hat es mit englischen Untertiteln versehen. Es beginnt mit einem Bild von deutschen Polizisten, die auf ein Gebäude klettern. Darin hatten die palästinensischen Terroristen ihre israelischen Geiseln gefangengehalten.

Empfohlene redaktionelle Inhalte

An dieser Stelle finden Sie externe Inhalte, die unser redaktionelles Angebot ergänzen. Mit dem Klick auf "Externe Inhalte anzeigen" stimmen Sie zu, dass wir diese und zukünftige externe Inhalte anzeigen dürfen. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden.

Weitere Hinweise finden Sie in unseren Cookie-Richtlinie.

Der Sprecher sagt: „Nachdem er zum Kommandeur der speziellen Operationen gegen den israelischen Geheimdienst in der Welt ernannt wurde, war sein Name mit vielen Qualitätsoperationen verbunden, bei denen etwa Sprengstoffpakete an viele Mossadagenten in Europa geschickt wurden.“ Mit „speziellen Operationen“ sind Terroranschläge gemeint. „Qualitätsoperation“ ist im Sprachgebrauch der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) eine Beschönigung für einen erfolgreichen Terrorangriff, erklärt PMW.

In dem Video fährt der Sprecher fort: „Salameh hinterließ eine Lebensgeschichte, die ihn zu einem Symbol außerordentlicher Sicherheitsaktivität machte. Sie wurde und wird bis heute fortgesetzt von seinen Schülern und denjenigen, die ihn lieben. Sie sehen ihn als Leuchtturm an, der sie auf dem Pfad der Befreiung und Rückkehr leitet.“

Ein „außergewöhnlicher“ Mann, den die Palästinenser nicht vergessen

In einem weiteren Facebook-Post ist die frühere israelische Premierministerin Golda Meir zu sehen. Dazu heißt es: „Der Mann, der Golda Meir dazu brachte, ihren Kopf zu verlieren, so dass sie sagte: ‚Tötet das Monster!‘ | Abu Ali Salameh | Der Rote Prinz“.

In diesem Facebook-Post spottet die Kommission über Golda Meir

In diesem Facebook-Post spottet die Kommission über Golda Meir

Ferner schreibt die Fatah-Kommission in einem Beitrag: „Das palästinensische Gedächtnis weigert sich, diesen außergewöhnlichen Mann zu vergessen, einen Mann, der seinen Namen in der Geschichte der palästinensischen Revolution und in seinem ausgeklügelten Geheimdienstkrieg gegen den Mossad unsterblich machte.“

Von: eh