Der Toyota Camry XLE ist am teuersten – neun Abgeordnete haben sich für dieses Hybridmodell entschieden

Der Toyota Camry XLE ist am teuersten – neun Abgeordnete haben sich für dieses Hybridmodell entschieden

Von den Dienstwagen der Abgeordneten

Der Fuhrpark der Knesset ist kostspielig, große Dienstautos sind beliebt. Der Umweltfaktor ist dabei eher zweitrangig.

JERUSALEM (inn) – Die Knesset gibt jeden Monat etwa 110.000 Euro für die Dienstwagen der Abgeordneten aus, die nicht Teil der israelischen Regierung sind. Das geht aus einer Antwort auf eine Anfrage der „Bewegung für Informationsfreiheit“ hervor. Demnach schwanken die monatlichen Kosten für ein geleastes Fahrzeug zwischen umgerechnet rund 1.000 und 1.440 Euro, schreibt die Zeitung „Yediot Aharonot“. Im Laufe eines Jahres summieren sich die Ausgaben auf rund 1,3 Millionen Euro.

In einem Brief hat die Leitung der operativen Abteilung im Parlament den Abgeordneten nahegelegt, sich für ein Hybridauto zu entscheiden: „Die Luftverschmutzung verursacht jedes Jahr etwa 2.500 vorzeitige Todesfälle, die Hälfte kommt von einer Luftverschmutzung, die aus dem Verkehr herrührt“, zitiert das Blatt aus dem Schreiben. „Die Hybridfahrzeuge, die die Knesset anbietet, haben eine niedrige Luftverschmutzung.“

Hybridautos in drei Kategorien

Doch nur 25 der 89 betroffenen Abgeordneten folgten dem Aufruf. Neun entschieden sich für einen Toyota Camry XLE, mit 1.440 Euro das teuerste Fahrzeug: Mosche Abutbol (Schass), Avi Dichter, Jifat Schascha-Biton, David Bitan, Osnat Mark (alle vier Likud), Ajelet Schaked (Jamina) und Hila Schai Vasan (Blau-Weiß). Auch der Mitte Oktober aus der Knesset ausgeschiedene Politiker Elijahu Chassid (Vereinigtes Tora-Judentum) hatte dieses Modell gewählt.

Ferner benutzen 15 Parlamentarier einen Toyota RAV4 EV, der ebenfalls mit Hybrid angetrieben wird. Die Kosten des kleinen Geländewagens belaufen sich auf 1.284 Euro pro Monat. Das mit 993 Euro kostengünstigste Auto im Angebot hat einen Hybridantrieb: ein Hyundai Ioniq Premium. Doch nur Tamar Sandberg (Meretz) hat ihn zu ihrem Dienstwagen erkoren.

Weniger umweltfreundlich, aber beliebt sind Fahrzeuge mit sieben oder gar acht Sitzen. Dazu gehört etwa der siebensitzige SUV Škoda Kodiaq, der 1.280 Euro kostet. Hier zählt der Bericht 24 Namen auf. Den Großraum-Van Kia Carnival mit acht Sitzen verwenden demnach sechs Parlamentarier.

Einige Abgeordnete ohne Dienstwagen

Indes gibt es auch Abgeordnete, die noch kein Dienstfahrzeug bestellt haben. Hier nennt die Zeitung Etty Atia, Amit Halevi (beide Likud), Josef Taieb (Schass) und Jitzchak Pindrus (Vereinigtes Torah-Judentum). Sie benutzen einen Wagen, den ihnen die Knesset zu Beginn der Amtszeit im Mai provisorisch zur Verfügung gestellt hat.

Überhaupt keinen Dienstwagen beantragen wollen sechs Parlamentarier: Mosche Ja'alon (Jesch Atid-Telem), Avigdor Lieberman, Hamad Amar (beide Israel Beiteinu), Naftali Bennett (Jamina), Nir Barkat (Likud) und Einav Kabla (Blau-Weiß).

Von: eh