In Corona-Zeiten ist selbst der Platz vor der Klagemauer zuweilen menschenleer

In Corona-Zeiten ist selbst der Platz vor der Klagemauer zuweilen menschenleer

Klagemauergebete digital einreichen

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen – getreu diesem Motto handelt jetzt auch das israelische Tourismusministerium und ruft eine außergewöhnliche Aktion ins Leben.

JERUSALEM (inn) – Bedingt durch die Corona-Pandemie ist der Besuch der Klagemauer für viele Menschen unmöglich geworden. Damit persönliche Gebete und Anliegen trotzdem ihren Weg in die Ritzen zwischen den Steinen finden, hat das israelische Tourismusministerium ein Onlineportal eingerichtet. Über zwei Textfelder können Interessierte dort sogenannte „eNotes“ einreichen. Diese digitalen Notizen druckt das Ministerium dann aus und bringt sie zur Klagemauer, berichtet die Zeitung „Jerusalem Post“.

„Die Klagemauer ist ein sehr wichtiger Teil der jüdischen Tradition und auch interessant für Reisende aller Religionen“, erklärte der Beauftragte des Tourismusministeriums für Nordamerika Ejal Carlin. Mit dieser Aktion wolle Israel es den Menschen möglich machen, spirituell mit dem Land verbunden zu bleiben. Das kostenlose Angebot besteht noch bis zum 21. Oktober.

Von: val