Die Organisation wirft dem Verlag vor, anti-israelische Bücher in seinem Programm zu haben (Symbolbild)

Die Organisation wirft dem Verlag vor, anti-israelische Bücher in seinem Programm zu haben (Symbolbild)

Kritik an anti-israelischen Veröffentlichungen in christlichem Verlag

Eine US-amerikanische Organisation zeigt sich beunruhigt und verfasst einen offenen Brief. Es geht um anti-israelische Publikationen – veröffentlicht von einem christlichen Verlag.

BOSTON (inn) – In einem offenen Brief hat sich das Komitee für Genauigkeit in der Nahostberichterstattung in Amerika (CAMERA) an zwei miteinander verbundene Verlage gewandt: Inter-Varsity Press (IVP) USA und Inter-Varsity Press Großbritannien. Es kritisiert darin den Umgang mit anti-israelischen Beiträgen. Der Vorwurf besteht vor allem darin, falsche oder unausgeglichene Berichte über Israel und den Nahostkonflikt zu veröffentlichen. IVP ist ein christlicher Verlag. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, Literatur zur Verfügung zu stellen, die Menschen zum christlichen Glauben ermutigen soll.

Die Quellen, die von IVP zu den Themen Israel und Nahostkonflikt publiziert wurden, seien fehlerhaft, beklagt CAMERA. Sie rückten die israelische Position in ein falsches Licht. Besonders die Bücher von Dr. Stephan Sizer, die mittlerweile nicht mehr von IVP publiziert werden, seien problematisch. Sizer hatte unter anderem behauptet, Israel sei in die Terroranschläge vom 11. September 2001 verwickelt gewesen. Aber auch andere Autoren ignorierten in ihren Büchern wichtige Fakten wie etwa den muslimischen Antisemitismus, schreibt der Verfasser des Briefes Dexter Van Zile.

Darüber hinaus wurde nach Auffassung des Komitees der Eindruck vermittelt, dass christliches Engagement für ein starkes und sicheres Israel falsch sei und dem Evangelium widerspreche. CAMERA bittet den Verlag daher um ein bessere Überprüfung der Fakten und eine ausgeglichene Berichterstattung. Eine Antwort von Inter-Varsity Press gibt es – auch auf Anfrage unserer Redaktion – bisher noch nicht.

Von: val

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