Eine El-Al-Maschine aus Panama hat gestrandete Israelis nach Hause gebracht (Symbolbild)

Eine El-Al-Maschine aus Panama hat gestrandete Israelis nach Hause gebracht (Symbolbild)

200 Israelis aus Lateinamerika kehren zurück

Eine Maschine aus Panama bringt gestrandete Israelis heim. Aufgrund hoher Infektionszahlen sperrt die Regierung Stadtviertel in Rahat und Jaffa ab. Und Wissenschaftler des Technion stellen eine innovative Maske vor.

JERUSALEM (inn) – Auch Monate nach dem Ausbruch der Corona-Krise kehren gestrandete Israelis ins Land zurück. Am Donnerstagmorgen Ortszeit startete eine El-Al-Maschine mit knapp 200 Personen aus Panama. Dabei handelte es sich um den ersten Direktflug überhaupt zwischen Israel und dem lateinamerikanischen Land.

Die Passagiere waren zuvor aus verschiedenen Ländern der Gegend nach Panama gekommen, etwa aus Kolumbien oder Costa Rica. Im Zuge der Corona-Krise hatten die Länder die Grenzen dichtgemacht. Die jeweiligen israelischen Botschaften organisierten die Rückholaktion.

Regierung sperrt Stadtgebiete

Unterdessen hält die Corona-Krise in Israel weiter an. Allein am Donnerstag verzeichnete das Land mit 349 neuen Infektionsfällen den höchsten Anstieg seit April, wie das Gesundheitsministerium am Freitagmorgen bekanntgab. Insgesamt sind damit seit Ausbruch der Krise mehr als 20.000 Corona-Fälle registriert. Davon sind rund 4.500 aktiv, 15.500 gelten als genesen. 28 Menschen werden beamtet, 304 sind gestorben. Ab Montag sollen trotz vieler Neuinfektionen weitere Lockerungen in Kraft treten: Geplant ist der Neustart des Bahnverkehrs, Kultureinrichtungen dürfen wieder Veranstaltungen anbieten.

Für kritische Gebiete hat die Regierung jedoch erneut eine Sperre angeordnet. Diese gilt seit Freitagmorgen bis Mittwochmorgen für 13 von 24 Stadtvierteln in der Beduinenstadt Rahat und für drei Stadtviertel in Jaffa. Der Gang zur Arbeit ist dabei weiterhin erlaubt, Versammlungen von mehr als zehn Menschen sind jedoch verboten. Bildungseinrichtungen bleiben geschlossen, lediglich die Abschlussprüfungen finden statt.

Hoher Bedarf an Masken

Unterdessen tüfteln Wissenschaftler weiter an Lösungen für den Umgang mit der Pandemie. Die technische Universität Technion in Haifa gab bereits Ende Mai bekannt, eine Maske entwickelt zu haben, die sich selbst desinfiziert und damit wiederverwertbar ist. Die Maske besitzt eine Kohlefaser-Schicht, die sich per Stromzufuhr – etwa von einem Handy-Ladegerät – erhitzen lässt. Die Hitze tötet dann die Viren ab und die Maske kann erneut verwendet werden. Auf diese Weise, so hoffen die Wissenschaftler, lässt sich eine Maskenknappheit verhindern.

Bislang nur ein Prototyp: Diese Maske soll sich selbst desinfizieren können – nur ein Stromanschluss ist dafür nötig

Bislang nur ein Prototyp: Diese Maske soll sich selbst desinfizieren können – nur ein Stromanschluss ist dafür nötig

Derzeit läuft das Patentverfahren in den USA. Die Forschergruppe ist laut Mitteilung des Technion außerdem im Gespräch mit verschiedenen Unternehmen bezüglich des Herstellungsprozesses.

Der Bedarf an Masken ist weiterhin hoch. So begann das Medizinunternehmen Sion in dieser Woche im Auftrag der Regierung mit der Produktion von 40 Millionen Standardmasken, berichtet die Nachrichtenseite „Arutz Scheva“. Zusätzlich stellt das Unternehmen in einem Industriegebiet in Sderot nahe des Gazastreifens rund 11 Millionen Masken des Typs N95 her, die einen besseren Schutz bieten. Israel will damit im Falle einer zweiten Infektionswelle die Abhängigkeit von Importen verringern.

Von: df

Sie können sich über Disqus, Facebook, Twitter oder Google anmelden um zu kommentieren. Bitte geben Sie einen Namen ein, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine E-Mail-Adresse. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen, die unsachliche Formulierungen oder externe Links enthalten. Bitte achten Sie auch darauf, dass wir Beiträge mit mehr als 1.600 Zeichen (einschließlich Leerzeichen) nicht veröffentlichen. Mit Abgabe des Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

Datenschutz
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Moderation
Die Moderation der Kommentare liegt allein bei der Christlichen Medieninitiative pro e.V. Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in den Nutzungsbedingungen.

comments powered by Disqus