Ministerin Pnina Tamano-Schata begrüßt die Neueinwanderer

Ministerin Pnina Tamano-Schata begrüßt die Neueinwanderer

119 Neueinwanderer aus Äthiopien angekommen

Auf dem Ben-Gurion-Flughafen sind am Donnerstag 119 Einwanderer aus Äthiopien angekommen. Der Tag ihrer Einreise fällt mit dem Jerusalem-Tag und dem Gedenktag für die äthiopischen Juden, die auf dem Weg nach Israel starben, zusammen.

JERUSALEM (inn) – Trotz des Coronavirus immigrieren weiterhin Juden nach Israel. 119 Einwanderer aus Äthiopien haben am Donnerstag den Ben-Gurion-Flughafen erreicht. Begrüßt wurden sie vom Vorsitzenden der Jewish Agency, Jitzchak Herzog und der neuen Einwanderungsministerin, Pnina Tamano-Schata. Die Politikerin ist das erste Regierungsmitglied in der Geschichte Israels, das in Äthiopien geboren wurde. Sie bezeichnete es als „ein großes Privileg“, die Neueinwanderer willkommen heißen zu können.

Die Ministerin zeigte sich vor allem wegen des besonderen Datums erfreut. Neben dem Jerusalem-Tag wird heute in Israel an die äthiopischen Juden erinnert, die auf den Weg nach Israel starben. Herzog betonte ebenfalls die tiefere Bedeutung des Tages. „Wir werden der Tausenden gedenken, die von Jerusalem träumten und auf dem Weg dorthin umkamen. Und wir arbeiten unermüdlich daran, noch mehr Menschen den Traum vom Umzug nach Jerusalem zu erfüllen.“

Ermöglicht wurde die Einreise durch ein vom Ministerium für Einwanderung und der Jewish Agency gecharterten Sonderflug. Bereits in der ersten Wochenhälfte erreichten 111 Juden aus der Ukraine und 41 russische Juden Israel. Das Ministerium rechnet derweil mit einer massiven Welle an Neueinwanderern als Folge der Corona-Pandemie.

Der Ursprung des Gedenktages für die verstorbenen Äthiopier liegt in den 1980er Jahren. Etwa 4.000 Äthiopier kamen damals auf der beschwerlichen Reise nach Israel durch die sudanesische Wüste ums Leben.

„Es wird keinen Baustopp in Jerusalem geben“

Anlässlich des Jerusalem-Tages hat Israels Premier Benjamin Netanjahu in einer Videobotschaft am Donnerstabend betont, dass es „keinen Baustopp in Jerusalem“ geben wird. Er stehe zum „religiösen Zionismus“, ebenso wie viele Minister seiner neuen Regierung.

Der amerikanische Botschafter in Israel, David Friedman, gratulierte ebenfalls am Donnerstag in einer Videobotschaft zum Jerusalem-Tag. „Heute sind wir alle Jerusalemer und danken Gott, dass wir die Wiederherstellung dieser alten Stadt, die von König David vor etwa 3.000 Jahren zur Hauptstadt Israels gemacht wurde, miterlebt haben."

Der Jerusalem-Tag „Jom Jeruschalajim“ erinnert an die Wiedervereinigung der Stadt nach dem Sechstagekrieg im Sommer 1967. Der Ostteil Jerusalems gehörte bis dahin zu Jordanien. Im Sechs-Tage-Krieg wurde er von Israel erobert. Die Stadt wurde nach 19-jähriger Teilung wieder vereinigt. Seitdem haben Juden wieder Zugang zur Altstadt und damit auch zur Klagemauer, dem letzten erreichbaren Rest eines der beiden biblischen Tempel.

Von: mas

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