Auch in Israel nutzen manche die Corona-Krise für Geschäfte

Auch in Israel nutzen manche die Corona-Krise für Geschäfte

Abzocke in Zeiten von Corona

Immunität gegen das Coronavirus wünschen sich viele Israelis. Manche religiöse Juden schlagen daraus Kapital. Andere machen Geschäfte mit Gesichtsmasken.

JERUSALEM (inn) – Wer dem „Wohltätigkeitsverein“ des bekannten Rabbi Chaim Kanievski die Summe von 3.000 Schekeln (etwa 770 Euro) überweist, erhält ein Amulett und einen Segensspruch des Rabbi. Der Empfänger und seine Familie würden dann immun gegen Ansteckung durch das Coronavirus sein. Gemäß einer Fernsehmeldung hat der Verein schon über 70.000 Euro dank diesem Hokuspokus eingenommen.

Aber der 92 Jahre alte Rabbi aus Bnei Brak bei Tel Aviv, wo das Virus besonders mit fast 2.000 Infizierten und einigen Toten zugeschlagen hat, ist nicht der einzige Geschäftemacher, der es verstanden hat, sich die weltweite Pandemie zu vergolden. Bekannt wurden auch Fälle von Läden, die eine Knappheit an Gesichtsmasken genutzt haben, um aus der Not Geld zu machen. Die aus Papier gepressten Masken mit Gummiband und einem metallenen Bügel sind nicht viel mehr wert als 30 Cent, werden aber in manchen einschlägigen Läden auch für 10 Euro im Sechserpack verhökert.

Die Polizei hat die Anweisung erhalten, gegen diese Betrüger vorzugehen. Schon beim Wahlgang im vergangenen März erhielt die fromme Schasspartei eine Strafe in Höhe von etwa 2.000 Euro, weil sie bei Wahllokalen Amulette gegen das Virus verteilte, die man im Wohnzimmer an die Wand hängen konnte. Mit den Grüßen eines berühmten Rabbi versprachen auch diese dekorativen Tafeln Schutz gegen das Virus.

Von: Ulrich W. Sahm

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